Der Mutterkonzern Vinci Energies drückt dem Ulmer Systemhaus Fritz & Macziol weiter seinen Stempel auf: Am 1. Januar 2017 legt das IT-Haus seinen Namen ab und wird Teil der Marke Axians. Unter dieser Dachmarke bündelt Vinci Energies sämtliche IT-Aktivitäten. Zum Jahreswechsel heißt es dann also «Axians IT Solutions» statt «Fritz & Macziol». Somit ist der Firmenname, der auf den beiden Gründern Heribert Fritz und Eberhard Macziol beruht, Geschichte. Mit Fritz schied der letzte der beiden Gründer im Januar 2016 aus. Als erste Lösung hat Axians eine neue Digitalisierungsplattform angekündigt, die vorkonfektionierte IT-Services und digitale Lösungen umfasst und Ende November präsentiert werden soll.

Im Juni 2016 schieden die beiden F&M-Manager Oliver Schallhorn und Stephan Pawlowskiaus der Geschäftsführung aus. Alleiniger Geschäftsführer ist seitdem Vinci-Manager Reinhard Schlemmer. Und dieser hat ehrgeizige Ziele, wie er im Gespräch mit der Südwest Presse betont: Schlemmer will den Job solange machen, bis Axians IT das «innovativste und beste Systemhaus in Deutschland ist», so der Manager. Laut Schlemmer wurde der Verlust des Firmennamens beim Einstieg von Vinci mit  Heribert Fritz abgesprochen. Fritz habe «maßgeblich» dazu beigetragen, dass die Firma nicht in den Strudel der Imtech-Insolvenz geriet, sondern 2014 noch rechtzeitig bei Vinci landete. Ungeachtet der Erfolge des Systemhauses und seines starken Wachstums sei der Firmenname Fritz & Macziol aber nur in Süddeutschland wirklich bekannt. Bei überregionalen IT-Projekten sei es sinnvoll, als Axians zu agieren. So könne man auch Nachwuchskräfte besser ansprechen, die in einer großen Organisation mehr Aufstiegschancen sehen würden, berichtet die Südwest Presse weiter.

Fritz & Macziol war lange eigenständig, ehe seine Gründer im Jahr 2006 den holländischen Baukonzern Imtech als Investor an Bord holten. Imtech geriet in Schwierigkeiten und verkaufte das Systemhaus im Jahr 2014 an den französischen Mischkonzern Vinci weiter.

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