Microsoft fällt nach schwachem Ausblick ans Dow-Ende

Maue Geschäftszahlen und ein enttäuschender Ausblick haben die Aktie des Software-Riesen Microsoft am Mittwoch belastet.

Maue Geschäftszahlen und ein enttäuschender Ausblick haben die Aktie des Software-Riesen Microsoft am Mittwoch belastet. Das Papier verlor zuletzt fast 3,5 Prozent auf 233,89 US-Dollar und war in der Folge schwächster Wert im Dow Jones Industrial. Zeitweise waren die Verluste mit 4,6 Prozent aber auch noch größer ausgefallen. Der ganze US-Technologiesektor wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Damit ist der jüngste Erholungsversuch im neuen Jahr vorerst beendet. Nach einem schwachen Jahresauftakt mit dem Fall bis unter 220 Dollar hatte sich die Aktie zuletzt über die Marke von 245 Dollar wieder vorgearbeitet. Nun fiel sie wieder unter die 21-Tage-Linie, die ein beliebter Indikator für den kurzfristigen Trend ist. Seit Ende 2021 geht der längerfristige Trend bereits nach unten. Damals gab es mit 332 Dollar den bisherigen Rekord zu Zeiten, als der Tech-Sektor noch als Gewinner der Corona-Pandemie galt.

Microsoft hatte sich im abgelaufenen Quartal angesichts hoher Inflation und Rezessionssorgen schwergetan. Das schwächste Umsatzwachstum seit mehr als sechs Jahren und ein deutlicher Gewinnrückgang lagen aber insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel allerdings enttäuschend aus: So soll sich das Wachstum der zuletzt noch starken Cloud-Sparte Azure spürbar verlangsamen.

Damit drohten die Konsensschätzungen zu sinken, schrieb Analyst Mark Murphy von der US-Bank JPMorgan. Außerdem liege auch der Umsatzausblick auf das dritte Geschäftsquartal unter den Erwartungen. Der Bewertungsaufschlag der Microsoft-Aktie zur Branche sei angesichts des breiten Portfolios strategischer Produkte, des schnelleren organischen Umsatzwachstums und der guten Barmittelschöpfung aber trotz allem gerechtfertigt.

Auch Kash Rangan von der US-Investmentbank Goldman Sachs bleibt optimistisch und sieht Microsoft gut positioniert, um weitere Aufträge zu gewinnen und die Kundenbasis zu stärken, selbst in einem Umfeld gebremsten Wachstums. Der Experte geht davon aus, dass der Software-Hersteller bei Umsatz- und Gewinnwachstum mittlerweile die Talsohle erreicht habe. (dpa)

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