Lancom und Rohde & Schwarz Cybersecurity fusionieren

Neue Gesellschaft soll Wachstum im Netzwerk- und Security-Markt beschleunigen. Der Channel bleibt zentrale Vertriebsroute.

Die Rohde-&-Schwarz-Tochter Lancom Systems und Rohde & Schwarz Cybersecurity werden zum 1. Juli 2026 in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammengeführt. Das neue Unternehmen firmiert künftig unter dem Namen «Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH». Ziel der Fusion sei es, die Marktposition im Bereich souveräner Netzwerk- und Cybersicherheitslösungen auszubauen und das weitere Wachstum voranzutreiben, heißt es in einer Mitteilung.

Lancom gehört bereits seit 2018 zum Technologiekonzern Rohde & Schwarz. Mit der nun vollzogenen Zusammenführung der beiden Konzerntöchter bündelt der Münchner Konzern seine Aktivitäten in den Bereichen Netzwerkinfrastruktur und IT-Sicherheit in einer Gesellschaft. Die Marke Lancom bleibt dabei erhalten und wird weiterhin als Produktmarke geführt. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren eng zusammen. Mit dem Zusammenschluss werden ihre Portfolios für Netzwerkinfrastruktur und IT-Sicherheit unter einem Dach vereint. Das Unternehmen will damit insbesondere die Nachfrage nach integrierten Netzwerk- und Security-Lösungen adressieren.

Die Führung der neuen Gesellschaft übernehmen die bisherigen Lancom-Geschäftsführer Constantin von Reden und Robert Mallinson. Von Reden wird CEO, Mallinson verantwortet weiterhin den Vertrieb. Lancom-Gründer Ralf Koenzen, zuletzt auch Geschäftsführer von Rohde & Schwarz Cybersecurity, wird das Unternehmen künftig in beratender Funktion begleiten.
Nach Angaben des Unternehmens beschäftigt die neue Gesellschaft rund 500 Mitarbeiter an den Standorten Würselen, Hamburg, Karlsruhe, Köln, Berlin und München. Hauptsitz ist Würselen bei Aachen.

Strategisch will sich Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity künftig stärker auf Unternehmenskunden, den öffentlichen Sektor, KRITIS-Betreiber sowie den Sicherheits- und Verteidigungsbereich konzentrieren. Vor allem im europäischen Markt soll das kombinierte Portfolio zusätzliche Wachstumschancen eröffnen.

Am indirekten Vertriebsmodell hält das Unternehmen fest. Der Channel bleibe auch künftig der wichtigste Vertriebsweg, betont Vertriebsgeschäftsführer Robert Mallinson. Geplant sei, das bestehende Partnernetzwerk um spezialisierte Partner zu erweitern und die Zusammenarbeit mit internationalen Systemintegratoren insbesondere in den Bereichen Corporate, Public und KRITIS auszubauen.

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