Bechtle: «Kommen mit der Speicherkrise sehr gut zurecht»

Bechtle hat sein Wachstum im zweiten Quartal 2026 deutlich beschleunigt und hebt nach der starken Entwicklung im ersten Halbjahr die Prognose für das Gesamtjahr an.

Bechtle hat sein Wachstum im zweiten Quartal 2026 deutlich beschleunigt und hebt nach der starken Entwicklung im ersten Halbjahr die Prognose für das Gesamtjahr an. Rückenwind erhält der IT-Dienstleister unter anderem von Industrieunternehmen und öffentlichen Auftraggebern. Der Auftragsbestand erreichte zum Quartalsende mit 3,5 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Das Geschäftsvolumen stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,1 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 16,5 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Beim Vorsteuerergebnis (EBT) verzeichnete Bechtle ein Plus von 20,1 Prozent auf 80,2 Millionen Euro.

Auch organisch konnte Bechtle deutlich zulegen. Das Geschäftsvolumen der Gruppe wuchs ohne Akquisitionseffekte um 12,9 Prozent, der Umsatz um 10,3 Prozent. In Deutschland, Frankreich und Benelux legte das Geschäftsvolumen organisch jeweils um mehr als zehn Prozent zu.

«Das zweite Quartal unterstreicht eindrucksvoll, dass wir mit den anspruchsvollen Rahmenbedingungen rund um die Speicherkrise und den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen sehr gut zurechtkommen», sagt Bechtle-Chef Thomas Olemotz. Als Gründe nennt er unter anderem die Nähe zu den Kunden, die Beziehungen zu den Herstellerpartnern und die europaweite Aufstellung des Konzerns.

Nach dem starken ersten Halbjahr schraubt Bechtle seine Erwartungen für 2026 nach oben. Beim Geschäftsvolumen rechnet der IT-Dienstleister nun mit einem Wachstum von mehr als zehn Prozent. Bislang hatte die Prognose bei fünf bis zehn Prozent gelegen. Für Umsatz und Vorsteuerergebnis erwartet Bechtle jetzt jeweils ein Wachstum zwischen fünf und zehn Prozent. Zuvor war das Unternehmen lediglich von einem Plus zwischen null und fünf Prozent ausgegangen.

«Nach der hervorragenden Entwicklung im ersten Halbjahr und mit einem Rekordwert beim Auftragsbestand sind wir zuversichtlich, auch im zweiten Halbjahr unseren erfolgreichen Kurs beibehalten zu können», sagt CFO Christian Jehle. Der Bedarf an zukunftsfähigen IT-Lösungen sei weiterhin hoch.

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