Aktien: Cancom sacken ab und ziehen Bechtle mit

Ein enttäuschendes erstes Halbjahr von Cancom hat am Dienstag die Aktie des Münchner IT-Dienstleisters unter Druck gebracht.

Ein enttäuschendes erstes Halbjahr von Cancom hat am Dienstag die Aktie des Münchner IT-Dienstleisters unter Druck gebracht. Zugleich wurde auch das Papier des Wettbewerbers Bechtle mit nach unten gezogen.

Um die Mittagszeit brachen Cancom-Aktien im Index der kleineren Werte um 8 Prozent auf 22,10 Euro ein und sackten auf den tiefsten Stand seit Ende Juni. Bechtle-Titel verloren im MDax 2,4 Prozent auf 35,76 Euro. Sie gehörten damit zu den größten Verlierern im Index. Die Papiere haben im bisherigen Jahresverlauf 17 beziehungsweise 18 Prozent eingebüßt.

Cancom bekam im ersten Halbjahr die Zurückhaltung der Kunden zu spüren. Der Umsatz sei von deren verzögerten Investitionsentscheidungen belastet worden, sagte Vorstandschef Rüdiger Rath.

Das kam für Analysten zwar nicht wirklich überraschend, doch fiel der Rückgang stärker als erwartet aus. So hatte Ende Juli etwa Lars Vom-Cleff von Deutsche Bank Research geschrieben, dass Kunden vor dem Hintergrund stark gestiegener Preise für IT-Handware geplante Aufträge verschoben haben könnten. Dabei war er für das zweite Quartal von einem Umsatzrückgang von rund 5 Prozent im Jahresvergleich ausgegangen, während Cancom jedoch einen Rückgang von 6,2 Prozent erlitt.

Cancoms Umsatzentwicklung stehe im starken Kontrast zum größten deutschen Konkurrenten Bechtle, kommentierte Analyst Martin Comtesse vom US-Investmenthaus Jefferies. Im zweiten Halbjahr müsse sich die Umsatzentwicklung nun deutlich beschleunigen, um das Jahresziel noch zu erreichen.

Auch ein Händler sprach von „inzwischen ambitionierten Jahreszielen“. Im Detail hob er vor allem den internationalen Geschäftsbereich negativ hervor. Dort seien Umsatz und Ergebnis im Jahresvergleich zurückgegangen, während sich das Deutschlandgeschäft relativ stabil gezeigt habe. (dpa)

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