ADN holt Specops an Bord

ADN baut sein Security-Geschäft aus. Ab sofort haben Partner Zugriff auf die Gerätesicherheits-Lösungen von Specops. Für Systemhäuser bringt das vor allem eins: Ein starkes Werkzeug für die Neukundenakquise.

Angreifer nehmen im Channel-Geschäft immer seltener klassische Netzwerk-Schwachstellen ins Visier. Stattdessen stehen kompromittierte Identitäten und gekaperte Mitarbeiter-Sitzungen im Fokus. Der VAD ADN reagiert auf diesen Trend und nimmt die Lösungen von Specops Software (Teil der Outpost24-Gruppe) in sein Cybersecurity-Portfolio auf. Damit will der Distributor zwei kritische Baustellen im Systemhaus-Alltag schließen: Unsichere Passwörter im Active Directory (AD) und ungeschützte Endgeräte im Homeoffice.

Kontinuierliches Zero Trust statt simpler Logins

Durch regulatorische Daumenschrauben wie NIS-2 und DORA reicht die klassische Identitätsprüfung beim Login im Enterprise-Segment längst nicht mehr aus. ADN-Chef Hermann Ramacher sieht hier Handlungsbedarf für den Channel: «Angreifer kompromittieren gezielt legitime Identitäten und laufende Sitzungen. Unsere Aufgabe ist es, den Channel mit Lösungen zu unterstützen, die genau hier ansetzen.» Specops kombiniere passwortbasierte Sicherheit mit einem Zero-Trust-Ansatz, der Benutzer und Geräte während der gesamten Sitzung im Hintergrund validiert.

Umsatz-Hebel für Reseller

Das Specops-Portfolio dockt im Systemhaus-Geschäft an zwei zentralen Punkten an, die Resellern neue Umsatz-Hebel bieten. Neben der AD-Sicherheit in Echtzeit, die Passwörter gegen über vier Milliarden kompromittierte Zugangsdaten abgleicht und Helpdesks durch Self-Service entlastet, ermöglicht die Lösung ein non-invasives «User-Device Pinning» für Device Trust, das sich problemlos in BYOD-Szenarien integrieren lässt.

Vertriebs-Türöffner für Systemhäuser

Für den IT-Handel bietet die Partnerschaft handfeste Vertriebsargumente. Als «Türöffner» stellt Specops Partnern den kostenlosen Password Auditor bereit. Mit dem Tool können Systemhäuser das Active Directory von Kunden scannen und sofort visuell aufzeigen, welche Passwörter bereits im Darknet kursieren – eine Steilvorlage für Folgeprojekte. Technisch integriert sich die Lösung in bestehende Umgebungen wie Okta, Ping Identity oder Microsoft Entra ID. Der VAD unterstützt den Einstieg ab sofort mit Onboarding-Webinaren, Teststellungen und Deep Dives in der eigenen ADN-Akademie.

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