KI soll Behörden deutlich schneller machen

Planungs- und Genehmigungsverfahren dauern. Mit behördlicher KI soll sich das ändern. Das Bundesdigitalministerium schaltet Software dafür frei, die Bearbeitungszeiten halbieren soll.

Das Bundesdigitalministerium stellt eine KI-Software zur Verfügung, die Verwaltungsverfahren in Ländern und Kommunen deutlich beschleunigen soll. Die Lösung stehe ab sofort bereit, teilte das Ministerium in Berlin mit. Umfangreiche Anträge, Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen damit schneller bearbeitet werden können.

Genehmigungszeiten bei großen Infrastrukturprojekten würden durch die Software halbiert, hieß es in der Ministeriumsmitteilung. Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sprach von einem bedeutenden Fortschritt und wichtigen Beitrag zur Staatsmodernisierung.

Entscheidungen treffen weiter die Mitarbeiter

Die KI-Software mit dem Namen «Spark Workflow» enthält verschiedene Module und soll den Angaben zufolge unter anderem wichtige Informationen aus Antragsunterlagen herausfiltern, Unterlagen rechtlich und auf Vollständigkeit prüfen und Behörden beim Erstellen von Beschlüssen unterstützen können. Alle fachlichen Entscheidungen würden weiter von den Behördenmitarbeitern getroffen, hieß es.

Die Software ist Teil des sogenannten Deutschland-Stacks: Dabei handelt es sich um eine Art digitalen Baukasten. Die Technologie-Plattform soll Lösungen zur Verwaltungsdigitalisierung bereitstellen, auf denen Kommunen, Länder und Bund aufbauen können, statt jeweils eigene Lösungen zu entwickeln. (dpa)

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