Deutscher PC-Markt bricht dramatisch ein

Der deutsche PC-Markt ging im dritten Quartal um 19 Prozent zurück. Lenovo rückt erstmals an die Spitze, gefolgt von Acer und Hewlett-Packard.

In Deutschland wurden im dritte Quartal 2,7 Millionen PCs verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, so das Marktforschungsinstitut Gartner. Im dritten Quartal 2011 wurden noch 600.000 Stück mehr abgesetzt, die Hälfte davon Consumer-Notebooks. 

Erstmals konnte sich Lenovo hier zu Lande an die Spitze des PC-Marktes setzen. Der chinesische Konzern hält einen Marktanteil von 15,8 Prozent und verlor im Vergleich zum Vorjahresquartal nur 0,2 Prozent.

Die Konkurrenten ließen dagegen mehr Federn: Der zweitplazierte Acer verlor 11,1 Prozent, Hewlett-Packard sogar 29,1 Prozent. Von den großen Herstellern lagen nur bei Asus mit 37,8 Prozent die Verluste noch höher. 

Gartner erklärt den Einbruch mit einer schwachen Consumer-Nachfrage. Neue Formfaktore wie Hybrid-Tablets könnten dem deutschen Markt aber wieder mehr Dynamik verleihen.

Auch in Westeuropa wurde im dritten Quartal nur noch 13,6 Millionen PCs verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 15,4 Prozent. Lenovo konnte die Verkaufszahlen um 7,7 Prozent steigern und in Westeuropa Dell von Platz fünf verdrängen.

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