Aktien: Telekom unter Druck

Die Aktien der Deutschen Telekom werden am Donnerstag nach einem Medienbericht von erneuten Spekulationen über eine Fusion mit der Tochter T-Mobile US belastet.

Die Aktien der Deutschen Telekom werden am Donnerstag nach einem Medienbericht von erneuten Spekulationen über eine Fusion mit der Tochter T-Mobile US belastet. Ein Artikel im „Wall Street Journal“ (WSJ) ließ diese wieder hochkochen, nachdem informierte Kreise schon Ende April auf eine mögliche vollständige Kombination hingedeutet hatten. Bereits damals hatten die Aktien negativ reagiert.

Die Telekom-Aktien büßten am Donnerstag rund drei Prozent auf 27,77 Euro ein, womit sie auch den europäischen Sektorindex belasteten. Aktien des möglichen Fusionspartners, T-Mobile US, wurden derweil im vorbörslichen New Yorker Handel nur leicht im Minus gehandelt. Aktuell ist T-Mobile US bei knapp über 50-prozentiger Beteiligung voll in der Telekom konsolidiert.

Die Berichte werden nun aufgewärmt im „WSJ“ mit der Aussage, dass der Telekom-Vorstand Timotheus Höttges die Fusion vorantreiben wolle. Er stehe mit dem Vorhaben vor „der ehrgeizigsten Bewährungsprobe seiner beruflichen Laufbahn“, schrieb die US-Zeitung. Dazu müsse er nicht nur den deutschen Staat als eigenem Großaktionär von dem Projekt überzeugen, sondern auch die übrigen T-Mobile-Aktionäre, die bislang jedoch kaum Vorteile in der Fusion sähen – unter anderem wegen einer schwächeren Profitabilität des Mutterkonzerns.

Sollte dies gelingen, wäre dann das regulatorische Umfeld noch komplex, heißt es weiter. Der Bernstein-Analyst Ulrich Rathe hatte die diesbezüglichen Hürden in ersten Reaktionen im April bereits als beträchtlich hoch bezeichnet, auch wenn die Idee an sich plausibel sei. Experten äußerten damals die Vermutung, dass das Ziel ist, den Bewertungsabschlag der Telekom im Vergleich zur US-Tochter zu beseitigen, einfacher an Kapital heranzukommen und den weltgrößten Telekommunikationskonzern zu schaffen. (dpa)

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