Analystin: «Neue KI-Agenten gefährden viele Softwareunternehmen»

Waren die Künstliche Intelligenz und die mit ihr verbundenen Chancen der große Kurstreiber des vergangenen Jahres, so rücken nun die möglichen Verlierer ihres Einsatzes immer stärker in den Blick.

Nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende haben die US-Aktienmärkte zu Beginn der neuen Börsenwoche stagniert. Marktbeobachtern zufolge dauern die Sorgen um den Themenkomplex Künstliche Intelligenz (KI) an. Immerhin konnten die großen Börsenindizes anfängliche, teils herbe Verluste im Verlauf des Handels eingrenzen. Der Dow Jones Industrial bewegte sich zuletzt mit 49.520 Punkten kaum von der Stelle.

Waren die Künstliche Intelligenz und die mit ihr verbundenen Chancen der große Kurstreiber des vergangenen Jahres, so rücken nun die möglichen Verlierer ihres Einsatzes immer stärker in den Blick. „Neue KI-Agenten sind inzwischen in der Lage, softwarebezogene Aufgaben zu übernehmen und gefährden damit den über Jahre aufgebauten Wettbewerbsvorsprung vieler Softwareunternehmen“, schrieb Ann-Katrin Petersen vom Vermögensverwalter Blackrock. Der Ausverkauf bei Softwareaktien verdeutliche, dass Anleger die Beständigkeit einiger Geschäftsmodelle grundsätzlich neu bewerteten.

Auch am Dienstag litten Papiere der Software-Branche unter eben dieser Neubewertung. Im Nasdaq 100 zählten Intuit, MongoDB, Crowdstrike, Cadence Design Systems und Synopsys zu den Top-Verlierern mit Verlusten zwischen 3,6 und 5,3 Prozent. Im Dow büßten Salesforce 2,6 Prozent ein. Blackrock-Strategin Peterson sprach von „schöpferischer Zerstörung“ durch KI.

Der technologielastige Nasdaq 100 fiel am Dienstag auf den tiefsten Stand seit fast drei Monaten. Zuletzt betrug das Minus noch 0,2 Prozent auf 24.696 Punkte. Der marktbreite S&P 500 lag mit 6.842 Punkten moderat im Plus, nachdem er im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit Mitte Dezember gerutscht war. (dpa)

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