AWS steigert Erlöse um 45 Prozent

Amazon Web Services (AWS) floriert weiter. Amazons Ertragsperle verbuchte im vierten Quartal einen Umsatzanstieg um 45 Prozent.

Amazon Web Services (AWS), die gewerbliche Cloud-Sparte, über die Unternehmen IT-Dienste und Speicherplatz im Internet bei Amazon buchen können, floriert weiter. Amazons Ertragsperle verbuchte im vierten Quartal einen Umsatzanstieg um 45 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Die boomenden Cloud-Dienste haben den Konzern zum Jahresende auch einen überraschend kräftigen Schub gegeben. Im vierten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 60,5 Milliarden Dollar (48,4 Milliarden Euro), wie der Internet-Handelsriese am Donnerstag mitteilte. Der Überschuss legte von 749 Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar zu. Damit knackte der Konzern erstmals die Milliardenmarke. Hier kam allerdings auch ein dicker provisorischer Sondererlös in Höhe von rund 789 Millionen Dollar aus der US-Steuerreform zum Tragen.

Amazons Ausgaben stiegen angesichts der diversen Projekte, in die der Konzern investiert, von 42,5 Milliarden auf 58,3 Milliarden Dollar. Laut Finanzchef Brian Olsavsky wird trotzdem mehr aufs Geld geschaut als früher: «Es werden laufend Kostensenkungen und Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität auf den Weg gebracht», sagte der Manager in einer Konferenzschalte mit Investoren und Analysten. Das gelte, so Olsavsky, für viele Bereiche, vor allem aber für die Lagerinfrastruktur. Früher hatten Analysten Amazon Bezos häufig mangelnde Kostendisziplin vorgeworfen, da der Aufwand für Bezos’ Expansionseifer die Bilanz dauerhaft ins Minus gedrückt hatte. Diese Zeiten sind aber vorbei, mittlerweile sind schwarze Zahlen Standard. (dpa)

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