Bitkom: KI setzt Erlösmodelle der Softwarebranche unter Druck

Die zunehmende Verbreitung von KI-Agenten könnte die Geschäftsmodelle der Softwarebranche grundlegend verändern.

Die zunehmende Verbreitung von KI-Agenten könnte die Geschäftsmodelle der Softwarebranche grundlegend verändern. Statt für Entwicklungsaufwand, Arbeitsstunden oder klassische Softwarelizenzen zu bezahlen, werden Kunden künftig verstärkt für konkrete Ergebnisse zahlen, so eine Bitkom-Studie.

Demnach übernehmen KI-Agenten immer häufiger eigenständig Aufgaben, die bislang von Mitarbeitenden erledigt wurden. Dadurch geraten etablierte Abrechnungsmodelle unter Druck. Künftig könnten etwa die Anzahl geschlossener Support-Tickets, behobene Sicherheitslücken oder andere messbare Resultate die Grundlage für die Vergütung bilden.

„Wenn ein KI-Agent die Arbeit mehrerer Menschen übernimmt, lässt sich der Aufwand nicht mehr glaubwürdig nach Köpfen oder Stunden in Rechnung stellen“, erklärt Felix Ansmann, Bereichsleiter Software & IT-Services beim Bitkom. Gleichzeitig würden Kunden beim Einkauf von KI-Lösungen zunehmend auf den tatsächlich erzielten Mehrwert achten.

Für deutsche und europäische Anbieter sieht Bitkom trotz des Wandels Chancen: Insbesondere Themen wie Compliance, Datensouveränität und europäische Datenhaltung könnten zu wichtigen Differenzierungsmerkmalen werden. Unternehmen, die Transparenz, Auditierbarkeit und regulatorische Anforderungen bereits in ihre Lösungen integrieren, könnten sich damit Wettbewerbsvorteile verschaffen. Auch branchenspezifisches Know-how gewinnt laut Studie an Bedeutung. Anbieter mit tiefem Verständnis einzelner Industrien und Geschäftsprozesse seien besser positioniert, um KI-Anwendungen mit hohem Mehrwert zu entwickeln. Gleichzeitig warnt Bitkom davor, sich auf bestehendem Expertenwissen auszuruhen. Die Leistungsfähigkeit großer KI-Modelle nehme weiterhin rasant zu.

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