PC-Spezialist: „An den Rand der Existenz gebracht“

Geschäftsführertagung der Verbundgruppe PC-Spezialist: Ein Partner berichtet, wie er kurz vor der Überschuldung stand. Dann baute er sein Geschäft vollständig um.

Die Geschäftsführertagung der Verbundgruppe PC-Spezialist in der Zentrale in Schloß Holte Stukenbrock stand ganz im Zeichen des Dienstleistungsgeschäfts und des Wandels. Ein PC Spezialist-Partner schildert eine Situation, wie sie wohl nicht selten unter deutschen IT-Fachhändlern vorkommt: Der Partner berichtete, wie er mit seinem Unternehmen noch vor wenigen Jahren der möglichen Überschuldung ins Auge sah. Sinkende Hardwaremargen, ausbleibende Kunden und veränderte Rahmenbedingungen hätten das Unternehmen an den Rand der Existenz gebracht. Statt aufzugeben, baute der Händler sein Geschäft vollständig um. Er investierte Zeit und Geld in die Ausbildung seiner Mitarbeiter und bereitete sein Serviceangebot vollständig neu auf. Die Maßnahme griffen, wie der Unternehmer durch Zahlenmaterial nachwies. Heute sei die Firma schuldenfrei und arbeite rentabel.

Das Geschäft rund um Installationen und Reparaturen steht bei PC Spezialist heute im Mittelpunkt. Vor rund drei Jahren führte Synaxon die ersten standardisierten Dienstleistungen ein, heute gehören rund 100 Services zum Angebot. Die Verbundgruppe sei mittlerweile ein Dienstleister, bei dem man auch Hardware kaufen kann, beschreibt Synaxon-Chef Frank Roebers (PC Spezialist, Microtrend, iTeam und Akcent) den Wandel der Gruppe. In der Hamburger Gertigstrasse eröffnete Roebers ein IT-Fachgeschäft, in dem kein einziges Produkt vorrätig ist. Statt dessen stehen bei „Einsnulleins“ IT-Dienstleistungen, wie beispielsweise Reparaturen, im Mittelpunkt. Das Prinzip der transparenten Technik bei Eisnulleins griff ein weiterer Partner in seinem Vortrag auf: Der Unternehmer war nach einem Besuch in Hamburg so überzeugt von der Richtigkeit dieser Maßnahme, dass er beim Umbau seines Ladenlokals die Technik ebenfalls transparent und offen gestaltete. Die Umsätze seien in Folge um rund 30 Prozent gestiegen, so dass die Umbaukosten schnell wieder eingespielt worden seien. Weitere Vorträge adressierten Themen wie mehr Ertrag durch Handy- und Tablet-Reparaturen, effiziente Technikorganisation und neue Dienstleistungen für das Firmenkundengeschäft. „Wenn IT-Unternehmer und Mitarbeiter sich ihrer Leistungen und Kompetenzen bewusst sind und ein schlüssiges Dienstleistungskonzept ihren Kunden anbieten, dann müssen sie auch keine Angst mehr vor den eigenen Serviceleistungen haben“, so das Fazit des letzten Vortrags. An den beiden Veranstaltungstagen nahmen über 90 Teilnehmer aus Standorten in ganz Deutschland teil.

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