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Mittwoch, Februar 18, 2026

Handel wenig optimistisch für 2026

Das vergangene Jahr verlief für den Einzelhandel besser als befürchtet. Für 2026 erwarten viele Unternehmen sinkende Umsätze. Der Branchenverband bleibt bei seiner Prognose vorsichtig.

Die Einzelhandelsbranche in Deutschland blickt verhalten auf das Jahr 2026. Fast jedes zweite Unternehmen erwartet laut einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschlands (HDE), dass die Umsätze leicht oder deutlich niedriger ausfallen als 2025 (49 Prozent). Ein Viertel (23 Prozent) rechnet mit steigenden Erlösen. 29 Prozent gehen davon aus, dass die Umsätze auf dem Vorjahresniveau liegen. Befragt wurden knapp 600 Handelsunternehmen.

Der Handelsverband erwartet für die Branche im laufenden Jahr ein nominales Umsatzplus von zwei Prozent. Bereinigt um Preissteigerungen entspräche dies nur einem Wachstum um 0,5 Prozent. Größtes Problem bleibt laut HDE-Umfrage die Kaufzurückhaltung. Für größere Anschaffungen seien Verbraucher wegen der angespannten weltpolitischen Lage offenbar zu verunsichert, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Deutlich optimistischer fällt der Ausblick für den Onlinehandel aus: Hier wird 2026 mit einem preisbereinigten Umsatzplus von 3,5 Prozent gerechnet.

Einzelhandel legt 2025 zu

Der deutsche Einzelhandel hat 2025 trotz schwacher Konjunktur bessere Geschäfte gemacht. Preisbereinigt stieg der Umsatz laut Statistischem Bundesamt zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Das Plus geht unter anderem auf die Umstrukturierung eines großen Onlinehändlers zurück, durch die bislang nicht in Deutschland erfasste Umsätze berücksichtigt wurden. Bei dem Unternehmen soll es sich um Amazon handeln.

Der HDE kommt in seiner eigenen Berechnung für das vergangene Jahr auf niedrigere Werte. Demnach lag das preisbereinigte Umsatzplus bei 1,5 Prozent. Der Verband beschränkt sich dabei nach eigenen Angaben auf den Einzelhandel im engeren Sinne, also ohne Kfz-Handel, Tankstellen, Brennstoffe und Apotheken.

Zu Jahresbeginn hat sich die Konsumlaune leicht verbessert. Darauf deuten sowohl das HDE-Konsumbarometer als auch der Konsumklimaindex von NIQ und dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) hin. (dpa)

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