Millionen Althandys als Rohstoff-Schatz in Schubladen

Das neue Handy ist da, also ab in die Schublade mit dem alten. Moment mal - muss das sein? Denn meistens braucht man so ein Reserve-Handy ja doch nicht mehr. Ein Digitalverband hat bessere Ideen.

Anstatt im Recycling zu landen oder als Gebrauchthandy einen neuen Nutzer zu finden, verschwinden einer Schätzung zufolge noch immer Millionen alter Mobiltelefone in den Schubladen von Deutschlands Verbrauchern. Der Digitalverband Bitkom gab eine Umfrage unter 1004 Menschen im Alter von mindestens 16 Jahren bekannt, der zufolge 86 Prozent von ihnen mindestens ein ungenutztes Handy oder Smartphone zu Hause haben. Die Gesamtzahl dieser Alttelefone wurde auf 167 Millionen geschätzt und damit 28 Millionen weniger als 2025.

Der Verband wertet es positiv, dass die Anzahl sinke, allerdings leerten sich die Schubladen nur langsam. «Noch immer liegen in deutschen Haushalten enorme Mengen wertvoller Rohstoffe ungenutzt herum», sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Alte Smartphones enthielten unter anderem Gold, Silber, Kupfer und seltene Erden. Diese Rohstoffe sollten im Kreislauf gehalten werden.

«Viele Altgeräte sind noch funktionsfähig oder können aufbereitet werden.» Wer sie nicht mehr nutzt, sollte deshalb prüfen, ob sie weiterverkauft, verschenkt, gespendet oder professionell aufbereitet werden könnten, so Rohleder. «Und wenn ein Gerät endgültig ausgedient hat, muss es fachgerecht entsorgt werden – aber auf keinen Fall im Hausmüll.» (dpa)

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