KI-Boom sorgt bei Dell für glänzende Geschäfte

Der US-Computerkonzern Dell rechnet getrieben vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) mit einem noch besseren Geschäftsjahr als Experten bereits erwartet hatten.

Der US-Computerkonzern Dell rechnet getrieben vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) mit einem noch besseren Geschäftsjahr als Experten bereits erwartet hatten. Der Umsatz mit KI-Servern werde 2026/27 bei 60 Milliarden US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach dem New Yorker Börsenschluss mit. Zuvor hatte die Prognose um zehn Milliarden Dollar niedriger gelegen. Insgesamt rechnet Dell bei den Erlösen jetzt mit 165 bis 169 Milliarden Dollar nach 138 bis 142 zuvor. Die Dell bereits seit einiger Zeit als einer der KI-Gewinner sehenden Experten erwarten bisher das obere Ende der alten Spanne.

Auch beim Gewinn je Aktie wurde Dell optimistischer. Dort rechnet das Unternehmen nun mit einer Spannenmitte von 17,9 Dollar und damit fünf Dollar mehr als zuvor. Analysten rechnen hier noch mit 13,14 Dollar.

Im ersten Geschäftsquartal war der Umsatz mit KI-Servern im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 757 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar nach oben gesprungen. Die Erlöse der entsprechenden Sparte ISG legten immerhin noch um 181 Prozent ebenfalls auf einen Rekordwert zu. Dagegen verblasste der eigentlich sehr ordentliche Umsatzanstieg in der Sparte CSG, zu der auch Personalcomputer gehören, von 17 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte unter dem Strich um 256 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zu. Auch mit den Quartalszahlen übertraf Dell die Marktwartungen deutlich.

Anleger zeigten sich begeistert. Die Aktie des Unternehmens sprang im nachbörslichen Handel um bis zu ein Fünftel nach oben. Schon im regulären Geschäft hatte sie erneut ein Rekordhoch erreicht. Das Plus seit Jahresanfang liegt bei gut 150 Prozent, der S&P 500 bringt es nur auf 10,5 Prozent. Beim Börsenwert ist Dell mit 206 Milliarden Dollar auf Basis des Schlusskurse vom Donnerstag dennoch verglichen mit den Platzhirschen der Technologiebranche ein Zwerg. Einige von ihnen wie zum Beispiel Microsoft und Alphabet bewegen sich bereits im Bereich von mehreren Billionen Dollar. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Wasabi stärkt EMEA-Partnergeschäft

Das Cloud-Storage-Unternehmen Wasabi Technologies baut sein Partnergeschäft in der EMEA-Region weiter aus.

Warum Samsung ein historischer Generalstreik droht

Beim südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung haben rund 48.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter einen 18-tägigen Generalstreik angedroht.

Telekom-Konkurrenten fordern rasches Ende von DSL-Internet

Glasfaser bietet das beste Internet, das ist unbestritten. Der «Fiber»-Ausbau kommt gut voran. Doch viele Bürger winken ab und bleiben beim Auslaufmodell DSL. Was tun?
ANZEIGE
ANZEIGE