Deutscher 3D Drucker-Hersteller geht an die Börse

Der Lübecker Spezialist für 3D-Drucker, SLM Solutions, wagt den Börsengang. Die Zeichnungsfrist startet am Montag. Das Vertriebsnetz soll ausgeweitet werden.

Der erste Börsengang in Deutschland in diesem Jahr steht unmittelbar bevor. Die SLM Solutions Group AG, ein Anbieter im Bereich metallbasierter additiver Fertigungsverfahren („Additive Manufacturing für 3D-Druck“), gibt Details zum bevorstehenden Börsenstart bekannt. Die Zeichnungsfrist starte am Montag, den 28. April, und ende voraussichtlich am Donnerstag, den 8. Mai, teilte das Unternehmen mit. Angebote dürften innerhalb einer Preisspanne von 18 Euro bis 23 Euro je Aktie abgegeben werden. Der endgültige Platzierungspreis werde voraussichtlich am 8. Mai auf der Grundlage des Bookbuildingverfahrens bestimmt. Die Notierungsaufnahme an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 9. Mai geplant. „Die metallbasierte additive Fertigungstechnologie ist bereit für ihren Einsatz in komplexen Produktionsumgebungen. Die Technologie wird von führenden internationalen Industrieunternehmen in zunehmendem Maße für die direkte Fertigung von Bauteilen eingesetzt“, so Markus Rechlin, Vorstandsvorsitzender der SLM Solutions.

Mit den Emissionserlösen aus dem Verkauf der neuen Aktien will der Hersteller das Vertriebs- und Servicenetz weiter auszubauen. Darüber hinaus seien gezielte Übernahmen von Herstellern von Metallpulvern geplant. Metallpulver dienen als Ausgangsmaterial für die Produktion von Teilen mithilfe der selektiven Laserschmelztechnologie. Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern aus der 3D-Druck-Branche konzentriert sich SLM Solutions ausschließlich auf metallbasierte Fertigungsverfahren, die für eine wachsende Zahl von „blue chip“-Kunden aus so unterschiedlichen Bereichen wie der Luft- und Raumfahrt, dem Energiesektor, sowie dem Gesundheits- und Automobilbereich relevant sind. Die von der Gesellschaft entwickelten Laserschmelzanlagen verwenden die Doppel- und Multi-Laser-Technologie sowie das Hülle-Kern-Belichtungsverfahren. SLM Solutions sei zwischen 2011 und 2013 um durchschnittlich 35 Prozent pro Jahr beim Umsatz gewachsen und arbeite profitabel mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 11,5 Prozent. Im Kerngeschäft, dem selektiven Laserschmelzen, habe das Unternehmen den Umsatz im selben Zeitraum jährlich im Schnitt verdoppeln können.

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