Acer: «Wir haben die Situation im Griff»

Der deutsche PC-Markt ging zuletzt zweistellig zurück. Acer konnte den Einbruch im Desktop-Bereich mit einem anderen Produktbereich kompensieren, wie uns Acer-Chef Wilfried Thom berichtet.

Für die PC-Hersteller war der Start in das Jahr schwierig. Laut den Marktforschern der GfK ging der PC-Markt hier zu Lande im ersten und zweiten Quartal um 29 beziehungsweise 36 Prozent zurück. Zudem gab es im Channel hohe Lagerbestände. Nach den deutlichen Wachstumsraten im Vorjahr ist dies auch für Acer eine neue Situation. «Den Einbruch im Desktop-Bereich haben wir mit einem Wachstum im TFT-Segment kompensieren können», betont Acer-Deutschlandchef Wilfried Thom im Gespräch mit ChannelObserver. Dazu habe besonders die gute Entwicklung im Commercial-Bereich beigetragen. Zudem habe man keine größeren Probleme mit Lagerbeständen. «Wir sind im grünen Bereich und haben die Situation im Griff», führt Thom aus. Für das dritte Quartal rechnet der Acer-Chef wieder mit einem leichten Marktwachstum. «Windows 10 wird den Markt beleben. Viele Kunden haben eine Kaufentscheidung trotz des kostenlosen Upgrades aufgeschoben. Darüber hinaus können mit alten Systemen nicht alle Funktionalitäten genutzt werden, beispielsweise Touch.» Acer habe bereits Windows 10-PCs in fünfstelliger Stückzahl in den Markt gebracht. Zu den Neuheiten zählen beispielsweise der Aspire U5-710 im ultraflachen Gehäuse und der modular aufrüstbare «Revo Build Mini-PC».

Ein weiteres Wachstum verspricht sich der Anbieter von 2in1-Geräten, in diesem Jahr soll dieser Bereich um 70 Prozent zulegen. «Stark» entwickle sich zudem der Gaming-Markt. Hier hat Acer seine «Predator»-Produktpalette mittlerweile neben Desktops auch auf Notebooks, Tablets und Beamer ausgeweitet. Zudem setzt der Hersteller einen Schwerpunkt auf Digital Signage. In Kooperation mit Cittadino und n-tv bringt Acer ein Komplettpaket aus Display, PC und entsprechendem Content auf den Markt. «Partner müssen so keine Lösungen selber zusammenstellen und können sogar branchenspezifische Software wählen», betont Thom.

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