Gleich drei Events bündelte die Komsa AG in Chemnitz zu einer Veranstaltung. Der Konzern weist ein Umsatzvolumen von knapp 1,2 Milliarden Euro aus, Aetka übertraf erstmals eine Millionen-Grenze.
Zwei Zielgruppen, ein Event. Die Komsa Systemhäuser und Fachhändler sowie die Mitglieder des Aetka-Verbundes pilgerten Anfang Juni für zwei Tage nach Chemnitz. Denn Komsa und Aetka hatten erstmals zusammengelegt, was durchaus zusammen passt: Komsa B2B Summit, Aetka Geschäftsführer-Treffen und das neugeschaffene Format Komsa eCom Forum. Mithin drei Veranstaltungen an zwei Tagen und Nächten. Dieses gebündelte Informations-, Networking- und Party-Event nutzten etwa 750 Besucher, die, zählten sie zu den B2B-Partnern, vor allem am Veranstaltungsfreitag unter dem Stichwort «Die Lösungsschmiede» zusammen kamen, während die B2C-Partner den Samstag nutzten, der unter dem Motto «Wir kümmern uns um Ihr Handwerk» stand. Für Katja Förster, Kooperationsmanagerin bei Aetka, stand zu Beginn der beiden Veranstaltungstage schon mal fest, dass «ab sofort Chemnitz das Mekka der TK-Branche» sei.
Dazu hatte sich der TK-Konzern in diesem Jahr die ehemalige Chemnitzer Kraftverkehrshalle ausgesucht. Andrea Fiedler, Pressesprecherin der Komsa AG, sprach von «genau der richtigen Location für unsere Partner und Lieferanten». Dies bestätigte ihr auch die Zahl jener Gäste, die an beiden Tagen dem Event treu blieben. Und das nicht nur, um an zwei abendlichen Partys teilnehmen zu können, sondern um aus der Vielzahl der Workshops und Vorträge die für das eigene Geschäft wichtigen Erkenntnisse zu gewinnen. Zudem präsentierten mehr als 80 Herstellerpartner und etwa 20 Info-Inseln des Distributors und Verbundgruppe-Betreibers aus Hartmannsdorf bei Chemnitz Neues und Interessantes; darunter auch neue Lieferanten wie beispielsweise der Mobile-Device-Management-Anbieter Soti, der Router-Spezialist TDT oder auch die Assmann Group mit der Marke Digitus Professional.
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Im Mittelpunkt der Keynotes von Marc Thom, der bei Sony Mobile als Impulsgeber neue Weg im Mobilfunkgeschäft erkundet und Gerrit Heinemann, Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt E-Commerce, Online-Handel und Multichannel-Handel, stand die Herausforderung durch die Digitalisierung im Mittelstand, der sich Systemhäuser und Fachhändler mehr denn je stellen müssen. Thom stellte fest, dass Player aus den USA und Asien die bisherige Wertschöpfungskette im B2B ebenso wie im B2C auf den Kopf stellen würde. Deshalb: «Die Lösung liegt darin, Partnerschaften einzugehen. Für einen Händler allein ist die Herausforderung nicht stemmbar.» Damit dies gemeinschaftlich zu stemmen ist, dafür sorge nach Aussage von Vorstandsvorsitzendem Uwe Bauer nicht zuletzt der zur Komsa AG gehörende TK-Verbund Aetka. Mit einem Umsatz von knapp 302 Millionen Euro habe die Gruppe mit ihren etwa 2.000 Fachhändlern eine neue Rekordschwelle erreicht. Aber was Bauer vielmehr erfreut, sei die Tatsache, dass mittlerweile gut 1.000 Mitglieder die Marktplätze der Komsa AG nutzen würden. Denn, so Bauer, «das Internet ist ein Glücksfall für den stationären Handel». Und schiebt sogleich nach: «Durch das Internet hat der Handel die Chance, an neue Kunden zu kommen.»
Überhaupt zeigte sich die Komsa AG durchaus zufrieden mit einem Umsatzvolumen im zurückliegenden Geschäftsjahr von knapp 1,2 Milliarden Euro. Damit erreicht die Unternehmensgruppe das vierte Jahr in Folge einen Umsatz von mehr als eine Milliarde Euro, das Geschäftsvolumen ist insgesamt stabil. Damit auch in Zukunft der Aufwärtstrend anhält, investiere der Konzern in weitere Gesellschaften. Dazu zähle auch, so Vorstandsmitglied Steffen Ebner, der neue Reparaturservice für Displayschäden und defekte Akkus. Anders als bei der bereits seit vielen Jahren bestehenden Reparaturgesellschaft «w-support.com», die als autorisiertes Servicecenter führender Hersteller arbeitet, werden laut Produktionsvorstand Sven Mohaupt von der neuen Tochter «repamo.com» Reparaturen an kaputten Displays und Akkus außerhalb der Herstellergarantie angeboten. Dabei nutzt der Service in der Regel Ersatzteile, die zwar hochwertig seien, aber nicht vom Hersteller stammen. Vorteil dabei sei, so die repamo-Leiterin Ramona Weiss, dass die Kosten einer solchen Reparatur deutlich unter der mit Originalteilen liege. «Derzeit bieten wir das unseren Händlern für iPhones und Samsung-Smartphones an. Die Reparaturpreise für eine Displayreparatur liegen beispielsweise bei einem Samsung Smartphone liegen zwischen 89 und 289 Euro. Hinzu kommt noch eine Handling-Gebühr, über deren Höhe der Händler selbst entscheiden kann.»
Axel Brandt, altgedienter Chef der Tochtergesellschaft w-support.com, sieht die Neugründung als logische Folge der Entwicklung im Reparaturgeschäft. «Aufgrund der sinkenden Zahl der Handyverkäufe und der besseren Qualität der Geräte, gehen auch die Reparaturaufträge innerhalb der Garantiezeit deutlich zurück. Mit repamo.com schaffen wir einen Ausgleich und bieten unseren Kunden und Händlern einen zusätzlichen wertvollen Service.» Das neue Format Komsa eCom Forum fand erstmals als Bestandteil des Komsa B2B Summit und Aetka-Geschäftsführer-Treffens statt. In diesem Format werden vorhandene und neue Omnichannel-Leistungen gebündelt, mit denen die Partner ihre Abläufe und Prozesse effizienter gestalten und das Internet zur Adressierung neuer Kunden nutzen können. Im Rahmen des Events wurden vor allem Leistungen aus den Bereichen eCommerce, eCommunication und eConnection in Workshops und Vorträgen präsentiert.
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