Amazon: Anlieferungen von Händlern gestoppt

Drastische Maßnahme: Anlieferungen von Händlern, die ihre Waren auf der Amazon-Plattform verkaufen, werden nicht mehr angenommen.

Händler, die ihre Waren auf der Amazon-Plattform über die Logistik-Infrastruktur des Konzerns verkaufen, wurden darüber informiert, dass ihre Anlieferungen mindestens bis zum 5. April nicht mehr angenommen werden, wie der Finanzdienst Bloomberg berichtete. Amazon wird in den kommenden Wochen in seinen Logistikzentren vorrangig die Bestände von Medizin-Artikeln und unerlässlichen Haushaltsgütern aufstocken. Andere Waren werden vor den Amazon-Toren entsprechend länger warten müssen. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 5. April und soll die Verfügbarkeit der in der Coronavirus-Krise aktuell stark nachgefragten Artikel sicherstellen.

Unklar blieb zunächst, wie schnell angesichts dieser Priorisierung die Bestände der anderen Artikel in den Amazon-Regalen nachgefüllt werden. Eine Amazon-Mitteilung am Dienstag enthielt auch den Hinweis, dass noch Waren angenommen werden sollen, die bereits auf dem Weg in die Logistikzentren sind. Dem Unternehmen zufolge ist damit allerdings nur gemeint, dass diese Lieferungen noch mit den priorisierten Artikeln gleich behandelt werden sollen – und nicht, dass sie später gar nicht mehr reinkommen. Der weltgrößte Online-Händler hatte vor wenigen Tagen angekündigt, angesichts des erhöhten Bestellaufkommens 100 000 Mitarbeiter in den USA einzustellen. Für Deutschland wurde bislang kein solcher Schritt bekannt. (dpa)

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