IFA: Sharp stellt neue Bildschirmtechnik IGZO in den Fokus

Mit einer neuen Bildschirm-Technologie will Sharp nach Jahren der Krise seine Position behaupten. Auf der IFA stellt das Unternehmen Displays mit der IGZO-Technologie vor.

Mit einer neuen Bildschirm-Technologie will Sharp nach Jahren der Krise seine Position in der Branche behaupten. Auf der IFA in Berlin stellt das Unternehmen Displays mit der sogenannten IGZO-Technologie in den Mittelpunkt seines Messeauftritts. Statt wie herkömmlich amorphes Silizium nutzten die Entwickler dabei ein Gemisch aus Indium, Gallium und Zinkoxid (IGZO), erklärte Sharp-Manager Sascha Lange. Das neue Material habe zur Folge, dass die Transistoren deutlich weniger Platz benötigten und mehr Pixel (8k) darstellen könnten. Zudem steige die Lichtdurchlässigkeit um 20 Prozent und ermögliche damit noch hellere Bilddarstellungen. Da sich die Transistoren von den Rändern auf die Rückseite des Displays verlegen ließen, sei auch die Herstellung komplett rahmenloser Bildschirme möglich, sagte Lange. Die Technologie stamme aus einer Universität in Japan, Sharp habe sie lizenziert und als erster Hersteller in den Massenmarkt gebracht.

Der japanische Elektronikkonzern gehörte einst zu den Pionieren bei der Entwicklung von LCD-TVs und war viele Jahre Marktführer, konnte sich jedoch letztlich nicht gegen die wachsende Konkurrenz etwa aus China und Südkorea behaupten. Nach Jahren tiefroter Zahlen wurde Sharp in diesem Jahr vom Auftragsfertiger Foxconn gekauft, Teile des Unternehmens in Europa waren bereits 2015 von dem privat geführten Hersteller Universal Media Corporation (UMC) übernommen worden. (dpa)

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