Premium-Notebooks treiben Europas Refurbished-PC-Markt

Der europäische Markt für aufbereitete PCs entwickelte sich im ersten Quartal 2026 insgesamt leicht rückläufig.

Der europäische Markt für aufbereitete PCs entwickelte sich im ersten Quartal 2026 insgesamt leicht rückläufig. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Context sank der Absatz über alle Gerätekategorien hinweg im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent. Gleichzeitig legten refurbished Notebooks deutlich zu: Die Verkäufe stiegen im Jahresvergleich um zwölf Prozent.

Trotz der leicht rückläufigen Stückzahlen erhöhte sich der Umsatz des Marktes um zehn Prozent. Die Analyse umfasst die Märkte Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien und Polen.

Laut Context verlagert sich die Nachfrage zunehmend hin zu höher ausgestatteten Geräten. Notebooks mit mindestens 16 GB Arbeitsspeicher erreichten im ersten Quartal einen Marktanteil von nahezu 70 Prozent. Gleichzeitig gewann die Speicherkapazität von 512 GB weiter an Bedeutung und erreichte erstmals rund ein Drittel Marktanteil bei refurbished Notebooks.

Auch bei den Preissegmenten zeigte sich eine Verschiebung. Das Segment zwischen 200 und 300 Euro verzeichnete einen Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dagegen stieg der Anteil von Geräten im Preisbereich zwischen 500 und 600 Euro von fünf auf 19 Prozent Marktanteil. Mehr als 90 Prozent der in diesem Segment verkauften Geräte verfügten über mindestens 16 GB RAM und 512 GB Speicher.

Der Markt bleibt weiterhin stark durch Fachhändler geprägt. Kleine und mittelständische Reseller verantworteten im ersten Quartal rund 70 Prozent der Verkäufe von refurbished PCs in Europa. Die wichtigsten Hersteller im Markt waren HP, Lenovo und Dell, wobei HP laut Context etwa die Hälfte des Gesamtmarktes ausmachte.

Regional entwickelte sich der Markt unterschiedlich. Spanien lag weiterhin über dem europäischen Durchschnitt, während Großbritannien nach einem starken Schlussquartal 2025 einen deutlicheren saisonalen Rückgang verzeichnete.

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