Studie: Boom bei E-Books bleibt aus

Knapp ein Viertel aller Bundesbürger liest einer Studie des Digitalverbands Bitkom zufolge digitale Bücher, doch der vielfach erhoffte Boom der E-Books bleibt in Deutschland weiter aus.

Knapp ein Viertel aller Bundesbürger liest einer Studie des Digitalverbands Bitkom zufolge digitale Bücher, doch der vielfach erhoffte Boom der E-Books bleibt in Deutschland weiter aus. Im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren ist demnach der Anteil der E-Book-Leser an der Gesamtbevölkerung nahezu konstant geblieben. Dabei sind die elektronischen Bücher unter den 14- bis 29-Jährigen mit einem Anteil von 35 Prozent noch am beliebtesten. Je älter die Menschen sind, um so weniger nutzen sie E-Books. In der Altersgruppe ab 65 Jahren beträgt der Anteil nur noch 8 Prozent. «Digitale Bücher kommen in Deutschland nicht recht vom Fleck», sagte der Präsident des Digitalverbands, Achim Berg.

Einen Grund sieht Berg in den Preisen, die oft kaum unter denen der Print-Exemplare lägen. Befördert werde dies durch die unterschiedliche Besteuerung. So liegt der Anteil der Mehrwertsteuer bei E-Books bei 19 Prozent, gedruckte Bücher werden mit dem ermäßigten Satz von 7 Prozent besteuert. Laut der Studie würden 73 Prozent der Bundesbürger eine Angleichung befürworten. 42 Prozent ist allerdings der Preis der Lesegeräte zu hoch. Und 63 Prozent bevorzugen einfach die haptische Wahrnehmung von gedruckten Büchern. Jeder Fünfte (21 Prozent) würde E-Books gerne verleihen oder verschenken, was allerdings die meisten Anbieter meist aus Urheberrechtsgründen nicht ermöglichen.

Für die repräsentative Studie wurden von Bitkom Research insgesamt 2.194 Personen ab 14 Jahren befragt. Darunter waren 506 aktive E-Book-Leser, die vertieft zu ihrem Nutzungsverhalten befragt wurden. (dpa)

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