Meta: Pläne zum Jobabbau richten Blick auf KI-Effizienz

Eine offenbar geplante Entlassungswelle bei Meta hat am Montag die Aktie des Technologie-Giganten auf Erholungskurs geschickt.

Eine offenbar geplante Entlassungswelle bei Meta hat am Montag die Aktie des Technologie-Giganten auf Erholungskurs geschickt. Sie stiegen um bis zu 3,4 Prozent. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor unter Berufung auf Kreise berichtet, dass jede Fünfte Stelle abgebaut werden solle – oder sogar noch mehr. Zuletzt legte die Aktie um 2,5 Prozent auf 628,97 US-Dollar zu. Den Aktien gelang damit eine fortgesetzte Erholung vom Tief seit dem 21. Januar, auf dem die Titel des Social-Media-Riesen am Freitag angekommen waren.

„Der Markt begrüßt einmal mehr die Chance, dass der Fokus auf Effizienz gerichtet wird“, kommentierte zu Wochenbeginn Marktbeobachter Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown. Laut Brent Thill vom Analysehaus Jefferies, der Meta nicht nur mit „Buy“ bewertet, sondern als „Top Pick“ sieht, verstärkt der Bericht zum Arbeitsplatzabbau den Eindruck, dass mit Künstlicher Intelligenz (KI) umfangreiche Produktivitätssteigerungen möglich sind – und massive Investitionen in diese Technologien abgefedert werden können.

Die Schlussfolgerung daraus lautet Thill zufolge, dass sich nicht nur die Margen von Meta verbessern, sondern dass diese Nachricht auch den gesamten Technologie- und Softwaresektor beeinflussen dürfte. „Investoren dürften den Zusammenhang zwischen Mitarbeiterzahl, Wachstum und Profitabilität neu bewerten.“

Ziel der Entlassungen soll laut dem Reuters-Bericht sein, die geplanten Massen-Investitionen in die Infrastruktur für KI zu kompensieren. Ende Januar hatte das Unternehmen angekündigt, die Ausgaben für KI-Infrastruktur drastisch hochzufahren. Unternehmenschef Mark Zuckerberg hatte damals im Wettkampf mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI oder Google große Ambitionen signalisiert. Die Reaktion der Anleger war aber nur kurz positiv: Vom ersten Sprung auf ein Hoch seit Ende Oktober kamen die Aktien seit Ende Januar deutlich zurück.

Als ein nächster Schritt in Sachen KI-Investitionen wurde an diesem Montag bekannt, dass Meta über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 27 Milliarden US-Dollar ausgeben will, um sich KI-Infrastruktur des niederländischen Cloud-Spezialisten Nebius Group zu sichern. Dessen in New York gelistete Anteilsscheine sprangen daraufhin zuletzt um 13 Prozent nach oben. Die Citigroup nahm die Nebius-Aktie außerdem mit einer Kaufempfehlung in ihre Bewertung auf. (dpa)

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