Die IT-Distributoren in den USA und Kanada haben ihren Umsatz im dritten Quartal 2026 von 22,3 auf 28,9 Milliarden US-Dollar gesteigert. Das geht aus dem „IDC North America Monthly Distribution Tracker“ hervor, der vom Global Technology Distribution Council (GTDC) unterstützt wird.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit KI-Infrastruktur. Die drei Produktgruppen Enterprise Infrastructure, Network Infrastructure sowie Components & Semiconductors steuerten zusammen 4,3 Milliarden US-Dollar zum gesamten Umsatzanstieg von rund 6,5 Milliarden US-Dollar bei. Damit entfielen etwa 66 Prozent des Wachstums auf diese Bereiche.
Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete Enterprise Infrastructure mit 140,1 Prozent auf 3,0 Milliarden US-Dollar. Komponenten und Halbleiter legten um 79,4 Prozent auf 2,4 Milliarden US-Dollar zu, während die Netzwerkinfrastruktur um 63,7 Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar wuchs.
Auch andere Geschäftsbereiche entwickelten sich positiv. Der Softwareumsatz stieg um 12,5 Prozent auf 5,5 Milliarden US-Dollar. Im PC-Geschäft verzeichneten die Distributoren ein Plus von 17,8 Prozent auf 5,1 Milliarden US-Dollar. Dienstleistungen legten um 19,6 Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar zu.
KI-Nachfrage stärkt das Distributionsgeschäft
Nach Einschätzung von IDC wächst die Nachfrage nach KI-Infrastruktur zunehmend auch bei Unternehmen und spezialisierten Cloud-Anbietern. Distributoren übernehmen dabei eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Servern, Speicherlösungen und Netzwerktechnik für ihre Vertriebspartner.
Steigende Speicher- und Komponentenpreise trugen ebenfalls zum Umsatzwachstum bei. Gleichzeitig erwartet IDC, dass die Versorgung mit DRAM- und NAND-Speicher bis ins Jahr 2027 angespannt bleibt.
Für die kommenden Quartale rechnet IDC mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Gleichzeitig dürften wiederkehrende Umsätze mit Software, Cloud-Angeboten und Dienstleistungen für mehr Stabilität im Distributionsgeschäft sorgen.




