Neuer Vertrag für Geschäfte mit der öffentlichen Hand

Es gelten neue Einkaufsbedingungen für Beschaffung von IT-Services. Vertreter der öffentlichen Hand und der Bitkom legen einen Mustervertrag vor.

Vertreter der öffentlichen Hand und des Branchenverbands Bitkom haben sich auf neue IT-Einkaufsbedingungen verständigt. Künftig steht für die öffentliche Auftragsvergabe im IT-Bereich mit den „EVB-IT Service“ ein neuer Mustervertrag zur Verfügung (EVB-IT: „Ergänzende Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen“). „Öffentliche Hand und IT-Wirtschaft haben ein starkes gemeinsames Interesse daran, dass die Beauftragung und Abwicklung von IT-Serviceleistungen gut funktioniert. Dafür steht jetzt ein neuer und umfassender Mustervertrag zur Verfügung. Es ist gut, dass über diese Bedingungen Einvernehmen zwischen der Auftraggeber- und Auftragnehmerseite hergestellt wurde“, so Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik.

Die Rahmenbedingungen für den Einkauf von IT-Leistungen werden seit vielen Jahren durch die öffentliche Hand fortentwickelt und mit dem Bitkom abgestimmt, betont der Branchenverband in einer Mitteilung. Angesichts der Summen, die die öffentliche Hand in Informationstechnik und deren sichere Anwendung investiere, komme diesen Bedingungen erhebliche Bedeutung zu. EVB-IT Vertragsmuster sind bei Beschaffungen durch die Bundesbehörden verbindlich anzuwenden. Auch Länder und Kommunen wenden sie überwiegend an.

Der neue EVB-IT Vertrag enthält Regelungen zu möglichen Serviceleistungen rund um ein IT-System, die über den Regelungsumfang zum Systemservice in den „EVB-IT System“ und „Systemlieferung“ weit hinausgehen – beispielsweise zum Lizenzmanagement, zu Datensicherungsservices, zur Verlagerung und Modifikation von Systemkomponenten sowie zur Rufbereitschaft. Der Vertrag kann beispielsweise zum Einsatz kommen, wenn nach Erstellung oder Lieferung eines IT-Systems durch den Auftragnehmer umfassend und differenziert Serviceleistungen vereinbart werden sollen, die über den Regelungsumfang der EVB-IT Systemverträge hinausgehen. Daneben kann er eingesetzt werden, wenn die in den Systemverträgen vereinbarten Serviceleistungen neu ausgeschrieben werden müssen oder wenn generell die Betreuung eines IT-Systems ausgeschrieben werden soll. Die neuen „EVB-IT Service“ lösen zugleich die alten „BVB-Pflege“ ab. 

 

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

IBM steigert Softwareumsatz – KI-Sorgen nicht zerstreut

Das IT-Unternehmen IBM hat mit seinen Zahlen zum ersten Quartal die Sorgen von Anlegern um Verwerfungen seines Geschäfts durch Künstliche Intelligenz nicht zerstreuen können.

Geheimnisse weitergegeben: Haft für Ex-Mitarbeiter von TSMC

Vier frühere Mitarbeiter von Taiwans wichtigstem Chiphersteller sollen Geschäftsgeheimnisse weitergegeben haben. Im Visier hatten die Beschuldigen zentrale Zukunftstechnologien.

EU-Kommission: Android-Nutzer sollten mehr KI-Optionen haben

«Hey Google» sollte laut EU-Wettbewerbshütern nicht alternativlos sein. Brüssel schlägt vor, das Betriebssystem Android für die KI-Konkurrenz zu öffnen. Davon sollen auch Nutzer profitieren.