Microsoft muss 900 Millionen für Surface abschreiben

Microsoft kündigt eine Abschreibung von 900 Millionen Dollar auf sein Surface-Geschäft an. Erstmals gibt es damit einen offiziellen Beleg für die schleppenen Abverkäufe.

Microsoft hat sich bislang zum Absatz seiner Surface-Modelle nicht geäußert. Offenbar aus gutem Grund: Bei der Vorlage der Bilanz für das vierte Quartal, das im Juni zu Ende ging, gab der Konzern eine Abschreibung in Höhe von 900 Millionen Dollar auf seine Surface-Modelle bekannt. Wenige Tage zuvor senkte der Hersteller die Preise für seine Surface RT-Geräte deutlich, um die Abverkäufe zu verbessern. „Wir denken, dass uns diese Preisanpassungen langfristig zu einem erfolgreichen Tablet-Geschäft verhelfen“, betonte Microsoft-CEO Amy Hood in einer Telefonkonferenz. Für den Channel war die Einführung der neuen Geräte bislang ein Ärgernis: Erst verkaufte der Hersteller Surface nur direkt über seinen Online-Store und die eigenen Retail-Stores in den USA. Später kamen Retailer und große US-Händler hinzu. Einen breiten Channel-Vertrieb gibt es bislang nicht.

Insgesamt fielen die Quartalszahlen von Microsoft schlechter aus als erwartet. Im vierten Quartal steigerte der Software-Anbieter seinen Nettogewinn auf 4,97 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte auf 19,9 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn der Windows-Sparte halbierte sich auf knapp 1,1 Milliarden Dollar. Als gute Gewinnbringer erwiesen sich die Office-Büroprogramme und die Server-Software. Der Verlust in der Xbox-Spielesparte ging zurück.

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