Investor Silver Lake erhöht Angebot für Software AG

Der US-Technologieinvestor Silver Lake hat sein Angebot für die Darmstädter Software AG von bisher 30 auf 32 Euro pro Aktie erhöht.

Der US-Technologieinvestor Silver Lake hat sein Angebot für die Darmstädter Software AG von bisher 30 auf 32 Euro pro Aktie erhöht. Das teilten beide Unternehmen in separaten Mitteilungen mit. Die Kalifornier bewerten das Unternehmen nun mit 2,4 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, der US-Finanzinvestor Bain Capital habe ein Angebot über 34 Euro vorgelegt. Silver Lake bliebe also mit seinem neuen Angebot darunter.

Silver Lake hatte die 30 Euro je Aktie vor knapp zwei Wochen geboten und sich bereits ein großes Aktienpaket von der Großaktionärin der Darmstädter gesichert, der Software-AG-Stiftung. Der Schlusskurs der im SDax notierten Aktie im Xetra-Hauptgeschäft lag mit 35,24 Euro deutlich über beiden Offerten.

Software AG unterstütze weiterhin das Angebot von Silver Lake, hieß es nun. Das Unternehmen bestätigte das Vorliegen eines weiteren Angebotes, nannte aber keine Namen oder Konditionen. Die Darmstädter betonten, den Aktionären die Annahme des erhöhten Angebots von Silver Lake empfehlen zu wollen.

Bain hat über die eigene Softwarefirma Rocket Software mittelbar den Zugriff auf gut zehn Prozent der Anteile an den Darmstädtern ergattert, davon 4,5 Prozent der Aktien direkt. Auf weitere 5,5 Prozent der Stimmrechte hat sich der Investor über Finanzinstrumente den Zugriff gesichert. Silver Lake besitzt bereits über 30 Prozent.

Silver Lake ist als Investor in Technologieunternehmen bekannt, unter anderem wollen die Amerikaner auch die SAP-Marktforschungstochter Qualtrics zusammen mit dem kanadischen Pensionsfonds CPP Investment in einem Milliardendeal übernehmen. Bereits 2022 war Silver Lake über eine Wandelanleihe bei Software AG eingestiegen. Das Unternehmen stellt seitdem zwei Aufsichtsratsmitglieder bei den Darmstädtern, den Vorsitzenden des Gremiums, Christian Lucas, und den IT-Experten James Whitehurst. (dpa)

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