Icahn greift Xerox-CEO Jacobson an

Investor Carl Icahn will das Top-Management von Xerox austauschen. Produktentwicklung und Umsatzsteigerungen schreiten dem streitbaren Investor zu langsam voran.

Carl Icahn ist dafür bekannt, bei den Firmen, in die er investiert, auch ins operative Geschäft einzugreifen. So auch im Fall des Drucker- und Kopierspezialisten Xerox. Der Konzern benötige «dringend» eine neue Führungsstruktur. Es dauere zu lange, bis neue Produkte auf den Markt kommen würde, zudem würden die Erlöse zu langsam gesteigert. Dem offenen Brief an die Aktionäre ging ein Streit um die Besetzung des Verwaltungsrats voraus, wie Reuters berichtet. Explizit greift der streitbare Investor Xerox-CEO Jeff Jacobson an: «Der CEO ist die entscheidende Position in einem Konzern. Wir glauben nach wie vor, dass Xerox Potenzial hat, doch ohne einschneidende Veränderungen wird es wie bei Kodak ablaufen», so Icahn.

Icahn war bei Xerox im November 2015 eingestiegen. Gleich von Anfang an übte er Druck auf den Technologiekonzern aus. Zwei Monate später wurde das Unternehmen dann in zwei Teile zerlegt. Nach Angaben von Bloomberg hält er an dem Drucker-Hersteller einen Anteil in Höhe von 9,8 Prozent, umgerechnet rund 850 Millionen Euro.

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