Deutschland und Indien vereinbaren «KI-Pakt»

Indien und Deutschland verabreden gemeinsame Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz. Ein «KI-Pakt» soll auch dabei helfen, Studierende und Fachleute aus Indien zu gewinnen.

Deutschland und Indien wollen bei Künstlicher Intelligenz (KI) stärker zusammenarbeiten. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) und sein indischer Amtskollege Ashwini Vaishnaw vereinbarten am Rande des in dieser Woche in Neu-Delhi stattfindenden KI-Gipfels einen «KI-Pakt», wie beide Seiten mitteilten. Dieser sieht demnach gemeinsame Initiativen etwa in den Bereichen Industrie, Energie, Gesundheit oder Landwirtschaft vor. Zudem geht es den Angaben zufolge um Fachkräfte.

Nach Angaben der indischen Seite wurde vereinbart, dass in beiden Ländern Anlaufstellen geschaffen werden sollen, um die Mobilität für indische Studierende und Fachkräfte zu erleichtern. In einer gemeinsamen Erklärung bekennen sich Deutschland und Indien dazu, KI verantwortungsvoll, sicher und im Einklang mit demokratischen Werten zu gestalten, hieß es vom Digitalministerium.

Wildberger: Freihandelsabkommen mit Leben füllen

Bereits im Januar seien gemeinsame Projekte in den Bereichen KI, Halbleiter, Industrie 4.0, digitale Zahlungen und Start-ups in den nächsten beiden Jahren verabredet worden. Mit dem «KI-Pakt» vertiefe man die Zusammenarbeit und fülle das vor kurzem geschlossene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien mit Leben, sagte Wildberger. «Damit schaffen wir Wachstumschancen für deutsche Unternehmen, diversifizieren Wertschöpfungsketten und stärken unsere digitale Souveränität.»

Unter dem Motto «Wohlergehen für alle, Glücklichsein für alle» diskutieren Regierungs- und Unternehmensvertreter sowie Experten aus aller Welt noch bis Freitag in Neu-Delhi über die realen Auswirkungen Künstlicher Intelligenz. Staats- und Regierungschefs nehmen teil, darunter Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und sein brasilianischer Kollege Luiz Inácio Lula da Silva. Außerdem haben sich Top-Vertreter aus der Branche angekündigt, wie OpenAI-Chef Sam Altman (ChatGPT) und Alphabet-Chef Sundar Pichai (Google). (dpa)

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