Bericht: Tech-Konzerne gegen Arm-Übernahme durch Nvidia

Die geplante Übernahme des Chip-Designers Arm durch den Grafikkarten-Spezialisten Nvidia stößt Insidern zufolge auf erheblichen Widerstand.

Die geplante Übernahme des Chip-Designers Arm durch den Grafikkarten-Spezialisten Nvidia stößt Insidern zufolge auf erheblichen Widerstand von chinesischen Technologieunternehmen. Demnach haben Huawei und weitere Konzerne gegenüber lokalen Regulierungsbehörden ihre große Sorge wegen des im Raum stehenden, 40 Milliarden US-Dollar (rund 34 Mrd Euro) schweren Deal zum Ausdruck gebracht. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Verweis auf mit der Sache vertraute Personen. Da die Übernahme auch die Zustimmung der Wettbewerbshüter aus China benötigt, könnte der Deal gefährdet sein, hieß es. Einige der einflussreichsten Technologieunternehmen Chinas sollen bei der dortigen Behörde für Marktregulierung vorgesprochen und versucht haben, den Deal entweder zu unterbinden oder unter Auflagen zu stellen. Damit wollten sie gewährleisten, dass sie auch weiterhin Zugang zur Technologie von Arm haben. Die größte Befürchtung soll darin bestehen, dass Nvidia das britische Unternehmen zwingen könnte, sich von chinesischen Kunden zu trennen.

Die Sorgen Chinas sollen sich auch darum drehen, dass Arm zu einem weiteren Faustpfand im US-chinesischen Duell um die Technologieführerschaft werden könnte. Nvidia will Arm vom japanischen Technologiekonzern Softbank kaufen, was das Unternehmen unter die Aufsicht der US-Behörden bringen würde. Damit könnte dessen bislang geschätzter Status als neutrale Partei in der Chipindustrie gefährdet sein. Die Bedeutung vor Arm für die Halbleiterbranche ist immens. Von dem Unternehmen stammt die Grund-Architektur der Chips, die in praktisch allen Smartphones und den meisten Tablet-Computern verwendet werden. Huawei wollte den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren. Die chinesische Regulierungsbehörde antwortete laut Bloomberg nicht auf Anfragen. Nvidia wiederum verwies auf die jüngsten Aussagen von Konzernchef Jensen Huang. Dieser hatte sich zuversichtlich gezeigt hatte, dass der angepeilte Deal zustande kommt. (dpa)

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