EU-Kommission nimmt Etailer unter die Lupe

Die EU-Kommission wirft E-Commerce-Unternehmen wettbewerbswidrige Praktiken vor. Weiteres Vorgehen gegen einzelne Firmen angekündigt.

Die EU-Kommission wirft E-Commerce-Unternehmen wettbewerbswidrige Praktiken vor. Es gebe Hinweise, dass Firmen den elektronischen Handel über EU-Grenzen hinweg einschränkten und somit den Verbrauchern etwa durch zu hohe Preise schaden würden, schrieb die EU-Kommission am Donnerstag in einer Mitteilung. Daher werde EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager ihren Kommissionskollegen vorschlagen, diese Praktiken in einem Verfahren genauer zu untersuchen. Das habe Vestager auf einer Konferenz in Berlin angekündigt.

Laut EU-Kommission wächst der Online-Handel kontinuierlich. 2014 kauften etwa die Hälfte aller Verbraucher in der EU über das Internet ein – allerdings nur 15 Prozent bei einem Händler aus einem anderen EU-Staat. «Dies weist darauf hin, dass es in der EU nach wie vor erhebliche Hindernisse für den grenzüberschreitenden elektronischen Handel gibt», schieb die EU-Kommission. So könnten Verbraucher ausländische Webseiten oft nicht aufrufen (Geoblocking). Die oberste Wettbewerbsbehörde Europas kündigte ein weiteres Vorgehen gegen einzelne Firmen an, falls sich der Verdacht erhärten sollte. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Thomas-Krenn eröffnet Hightech-Campus und baut Produktion aus

Die Thomas-Krenn.AG hat an ihrem Stammsitz in Freyung einen Erweiterungsbau offiziell eingeweiht.

Kurse von OpenAI-Partnern unter Druck

Ein kritischer Bericht des "Wall Street Journal" über OpenAI hat am Dienstag die Kurse der großen Tech-Partner des Unternehmens belastet.

USB-C: Einheitliche Ladebuchse für alle Laptops in der EU

Die EU schließt die letzte Lücke ihrer Verordnung zur Vereinheitlichung von Ladekabeln. Ziel der Maßnahme ist es, den Elektroschrott zu reduzieren und den Verbraucherkomfort zu erhöhen.