Media/Saturn übernimmt Liveshopping-Plattform

Media Markt/Saturn hat die Mehrheit an der niederländischen Liveshopping-Plattform iBOOD.com übernommen. Das Unternehmen wird unter dem Dach der Electronics Online Group (EOG) des Retailers geführt.

Media Markt/Saturn (MSH) hat die Mehrheit an der niederländischen Liveshopping-Plattform iBOOD.com übernommen. Das Unternehmen wird unter dem Dach der Electronics Online Group (EOG) des Retailers geführt. Die beiden iBOOD.com-Gründer Jöran Prinssen und Dennis Sanders halten weiterhin Anteile am Unternehmen und zeichnen als geschäftsführende Gesellschafter verantwortlich. Über die finanziellen Details wurden keine Angaben gemacht. iBOOD.com ist bereits seit dem Jahr 2005 aktiv. Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam hat sich nach eigenen Angaben zu Europas größter Liveshopping-Plattform entwickelt. Jeden Tag um Mitternacht bietet der Etailer zeitlich begrenzte Verkaufsaktionen für Elektronikartikel sowie für Produkte aus den Bereichen «Health & Beauty» und «Home & Living» an. Die Angebote dauern nur solange der Vorrat reicht und längstens für 24 Stunden. Derzeit beschäftigt die Firma 48 Mitarbeiter. Die Community des Unternehmens umfasst 1,4 Millionen Mitglieder in acht europäischen Ländern. Der Online-Händler erwirtschaftete im Jahr 2014 rund 36,4 Millionen Euro Umsatz.

«iBOOD.com ergänzt mit seinem innovativen Geschäftsmodell hervorragend unsere bisherigen Online-Pure-Play-Aktivitäten. Die Akquisition unterstreicht, dass Media-Saturn auch im Pure-Play-Segment eine offensive Wachstumsstrategie verfolgt. Ebenso wie Redcoon und weitere geplante, produktgruppenspezifische Online-Pure-Player wird sich iBOOD.com dem Wettbewerb um neue Kundensegmente für die Media-Saturn-Gruppe stellen», so Martin Sinner, der für das operative Geschäft der EOG verantwortlich ist. In der EOG bündelt Media-Saturn alle bestehenden und künftigen Online-Pure-Play-Aktivitäten. Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals hatte zuvor kritisiert, dass die Media Saturn Holding (MSH) die Übernahme eines Online-Händlers plane. Einen Namen nannte der streitbare Gesellschafter zum damaligen Zeitpunkt jedoch nicht. Jetzt dürfte klar sein, dass es sich dabei um iBOOD.com gehandelt hatte.

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