Acer steigert Umsatz in Deutschland massiv

Acer will mit einem Fokus auf Trendprodukte dem anhaltend schwierigen PC-Markt trotzen. In Deutschland hat das Unternehmen beim Umsatz deutlich zugelegt.

Acer will mit einem Fokus auf Trendprodukte dem anhaltend schwierigen PC-Markt trotzen. In der Rangliste der weltweiten Anbieter holte sich der taiwanesische PC-Hersteller nach vorläufigen Zahlen von IDC mit einem Wachstum von 2,9 Prozent den fünften Platz wieder zurück. In Deutschland habe das Unternehmen beim Umsatz sogar um 30 Prozent zugelegt, sagte Wilfried Thom, Geschäftsführer von Acer Deutschland und für das Geschäft in Westeuropa verantwortlich, der dpa. Am Donnerstag stellte das Unternehmen in New York sein aktuelles Produktportfolio für das nächste Halbjahr vor. «Wir haben uns auf Produkte konzentriert, die Wachstum versprechen», sagte Thom. So hätten die Desktop-PCs und Notebooks der «Predator»-Reihe, die sich mit ihrer leistungsfähigen Ausstattung speziell an Hardcore-Gamer richten, kräftig zum Wachstum beigetragen. «Das hat uns 2016 sehr geholfen», sagte Thom. In New York stellte Acer beispielsweise das erste Gerät seiner neuen «Predator Helios» Gaming-Notebook-Serie vor. Das Modell besitzt ein 17,3 Zoll großes Full-HD-IPS-Display in einem mattschwarzen Gehäuse.

Auch ultra-dünne Notebooks lägen im Trend, hier habe Acer im ersten Quartal den Absatz verdoppelt. Die Nutzer legten viel Wert auf Mobilität und zum Beispiel auf lange Akkulaufzeiten, sagt Thom. «Das Kaufverhalten hat sich massiv verändert.» Die Kunden hätten konkrete Vorstellungen und seien auch bereit, dafür mehr zu investieren. In diesem Segment lägen die Wachstumsraten laut GfK bei 50 Prozent.

Vor allem in den USA seien auch Chromebooks zum Trend geworden. Hier sei Acer im ersten Quartal «Weltmarktführer» gewesen. Insbesondere im Bildungsbereich hätten die Notebooks mit Googles Chrome-Betriebssystem teilweise schon Geräte von Apple und Microsoft überholt. In New York will das Unternehmen den Fokus zudem auf Virtual Reality und Mixed Reality legen. «Der Bereich explodiert gerade», sagte Thom. Das Markforschungsinstitut IDC erwarte bis 2025, dass 100 Millionen entsprechender Brillen verkauft würden. Für die Entwicklung entsprechender Headsets kooperiert Acer seit vergangenem Jahr mit dem schwedischen Entwickler Starbreeze. (mit Material der dpa)

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