Händler sichern ihre SB-Kassen mit Künstlicher Intelligenz

An Selbstbedienungskassen in Geschäften wird mehr geklaut als an solchen mit Kassiererin. Viele Händler rüstet sich dagegen mit neuen technischen Tools.

Fast jeder kennt sie: Viele Kunden in Deutschland nutzen beim Einkaufen Selbstbedienungskassen. Um die Systeme gegen Betrug zu sichern, setzen immer mehr Unternehmen auf Künstliche Intelligenz. «Viele Händler verwenden KI-gestützte Überwachungs- und Analyse-Tools. Die Zahl der Geschäfte, die entsprechend ausgestattet sind, steigt und wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen», sagte der Experte des Handelsforschungsinstituts EHI, Frank Horst.

Die Software untersucht das Verhalten von Kunden in Echtzeit, während Artikel an der Kasse gescannt werden. Kommt es dabei zu Fehlern oder Auffälligkeiten, kann das Kassenpersonal einen stillen Alarm erhalten – ohne, dass der Kunde davon etwas mitbekommt. Die Systeme würden immer besser und könnten dazu beitragen, Diebstahl und Bedienfehler zu reduzieren, so Horst.

Eine Umfrage der dpa zeigt: Viele Händler wie Rewe, Ikea, Rossmann nutzen oder testen intelligente Technik in unterschiedlichen Formen. Andere wie Kaufland, Lidl und Obi geben an, den Einsatz zu prüfen. Einige Unternehmen äußern sich zu dem Thema nur zurückhaltend oder gar nicht.

Laut einer Schätzung des EHI gibt es in Deutschland inzwischen mindestens 6.000 Geschäfte mit weit über 20.000 Selbstbedienungskassen. Zahlreiche Handelsketten möchten den Service ausbauen. Experten sehen jedoch ein steigendes Diebstahlrisiko für den Einzelhandel durch deren Einsatz. (dpa)

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