Toshiba will Privatisierungsvorschläge prüfen

Der strauchelnde japanische Technologieriese Toshiba hat nach eigenen Angaben bisher acht Vorschläge für eine Privatisierung erhalten.

Der strauchelnde japanische Technologieriese Toshiba hat nach eigenen Angaben bisher acht Vorschläge für eine Privatisierung erhalten. Zudem gebe es zwei Angebote für strategische Kapital- und Geschäftsallianzen, unter denen das Unternehmen an der Börse bleiben würde. Bei allen zehn handele es sich um unverbindliche Vorschläge, teilte Toshiba am Donnerstag mit. Die Vorschläge würden unter anderem hinsichtlich der Preisvorstellungen, der mittel- und langfristigen Verbesserung des Unternehmenswerts und ihrer möglichen Umsetzung überprüft, hieß es. Namen wurden nicht genannt.

Nach der jährlichen Hauptversammlung am 28. Juni sollen den Angaben zufolge «potenzielle Investoren» ausgewählt werden. Demnach sollen sie die Gelegenheit zur sorgfältigen Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse bei Toshiba erhalten.

Der 1875 gegründete Konzernriese gehört zu den bekanntesten Namen der japanischen Wirtschaft. Der desaströse Ausflug in das US-Atomkraftgeschäft und ein Bilanzskandal hatten den Konzern jedoch Mitte des vergangenen Jahrzehnts an den Rand des Abgrunds gebracht. Toshiba produziert unter anderem Speicherchips und andere Halbleiter, ist aber auch in den Bereichen Energieanlagenbau und Transportsysteme aktiv. (dpa)

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