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Montag, Februar 23, 2026

Studie: Neun Prozent der Betriebe wurden ausgespäht

Wirtschaftsspionage läuft heutzutage vor allem übers Internet und betrifft viele Branchen. Nach Ansicht von Fachleuten könnte das Problem zunehmen.

Neun Prozent der Betriebe in Deutschland sind einer Befragung zufolge innerhalb von fünf Jahren Opfer eines Spionageangriffs geworden. Rund zwölf Prozent berichteten über mindestens einen Verdachtsfall oder Angriff auf ihren Betrieb, teilte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit. Betroffen sei vor allem die Informations- und Kommunikationsbranche sowie innovative und exportierende Unternehmen.

Grundlage der Daten ist eine Befragung von rund 15.000 Betrieben in Deutschland im Jahr 2023. Bei zwei Dritteln der Angriffe handelte es sich demnach um Hackerattacken auf die IT-Systeme. In mehr als einem Fünftel der betroffenen Unternehmen wurden in den zurückliegenden fünf Jahren digital Daten gestohlen. Industrie- und Wirtschaftsspionage finde vor allem digital statt, etwa durch Cyberattacken oder digitales Ausspähen, erläuterte IAB-Forscherin Iris Möller.

Spionage könnte zunehmen

Nach der Befragung sind so gut wie alle Wirtschaftszweige von Industrie- und Wirtschaftsspionage betroffen. Besonders häufig berichteten die Branchen Information und Kommunikation, Verkehr und Lagerei, Großhandel, die öffentlichen Verwaltung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen davon. Im Fokus stehen demnach besonders innovative, forschende Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen.

«Angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen in der Welt und des rasanten technologischen Fortschritts – etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Bioengineering, Robotik und Nanotechnologie – dürften die Anreize für Industrie- und Wirtschaftsspionage steigen», heißt es in der Studie. Der Wirtschaftsstandort Deutschland müsse die Entwicklungen deshalb genau verfolgen und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen. (dpa)

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