Aktien: Oracle und SAP schwächeln

Beim US-Softwarekonzern Oracle zeichnet sich am Dienstag eine negative Kursreaktion auf die am Vorabend veröffentlichten Geschäftszahlen ab. Im deutschen Leitindex Dax zählte Konkurrent SAP mit minus 0,6 Prozent zu den größten Verlierern.

Beim US-Softwarekonzern Oracle zeichnet sich am Dienstag eine negative Kursreaktion auf die am Vorabend veröffentlichten Geschäftszahlen ab. Vorbörslich verloren die schon zuletzt schwachen Aktien weitere 2,1 Prozent auf 145,67 US-Dollar. Damit würden sie auf ein weiteres Tief seit einem halben Jahr fallen. Im deutschen Leitindex Dax zählte Konkurrent SAP mit minus 0,6 Prozent zu den größten Verlierern.

Oracle hatte am Montag nach US-Börsenschluss seinen Bericht für das dritte Geschäftsquartal vorgelegt. Sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie blieben etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Zahlen seien ebenso wie der Ausblick auf das laufende Quartal durchwachsen und als neutral bis leicht negativ für SAP und die IT-Branche zu werten, kommentierte ein Börsianer. Er attestierte den Amerikanern aber immerhin optimistische Ziele für die beiden kommenden Geschäftsjahre.

Mehrere Analysten senkten ihre Kursziele für die Oracle-Aktie. Die Herausforderungen beim weiteren Ausbau von Rechenzentren für den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) bedeuteten Gegenwind für das kurzfristige Umsatzwachstum, kommentierte Mark Murphy von der US-Bank JPMorgan. Oracle mache hier immer wieder zu hohe Versprechungen. Er lobte aber die beeindruckende Auftragsdynamik.

UBS-Experte Karl Keirstead monierte zwar den hinter der Planung zurückgebliebenen Umsatzanstieg im vergangenen Quartal und die vorsichtigeren Aussagen zum laufenden Geschäftsjahr. Nach seiner Einschätzung könnten aber die positiven Aspekte wie der massiv gestiegene Auftragseingang und der überraschend positive Wachstumsausblick ausreichen, um die Aktie zu unterstützen.

Seit Jahresbeginn steht bislang ein Kursverlust von 10,7 Prozent zu Buche. Die SAP-Titel haben in diesem Zeitraum immerhin ein Plus von 1,9 Prozent geschafft. Sie hinken dem weiter starken Dax damit ach ihrem guten Vorjahr aber weit hinterher. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

Berliner Fintech Moss steigt zum Milliarden-Einhorn auf

Das Berliner Fintech Moss hat den Sprung in die Liga der "Unicorns" - der Start-ups mit einer Milliardenbewertung - geschafft.

Craig Robertson wird Channel-Chef von Everpure

Everpure hat Craig Robertson zum Head of Partners für die Regionen EMEA und Lateinamerika (LatAm) ernannt.

Handy-Klotz aus Finnland: So begann die Smartphone-Ära

Vier Zentimeter dick und fast 400 Gramm schwer: Der Nokia 9000 Communicator läutete vor 30 Jahren die Smartphone-Revolution ein - als Büro für unterwegs. Der Preis? Ganz schön happig.
ANZEIGE