Refurbished-PC-Markt: Großbritannien führt Wachstum in Europa an

Der europäische PC-Markt verzeichnet ein wachsendes Volumen im Bereich refurbished Geräte.

Der europäische PC-Markt verzeichnet ein wachsendes Volumen im Bereich refurbished Geräte. Das geht aus der aktuellen Analysen des Marktforschungsunternehmens Context hervor. Demnach stiegen die Verkaufszahlen von wiederaufbereiteten PCs über den Distributionskanal in den fünf größten europäischen Märkten – Italien, Großbritannien, Deutschland, Spanien und Frankreich – im vierten Quartal 2025 um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Großbritannien weist dabei die höchste Dynamik auf. Zwischen dem vierten Quartal 2024 und dem vierten Quartal 2025 verdoppelten sich die Absatzmengen nahezu. In der zweiten Jahreshälfte 2025 überholte der britische Markt Deutschland beim Marktanteil im refurbished Segment.

Preisstruktur als zentraler Faktor

Laut Context ist die Preisstruktur ein wesentlicher Treiber im Markt für refurbished PCs und Notebooks. Im Notebook-Segment entfallen rund 40 Prozent der Verkäufe auf die Preisspanne zwischen 200 und 300 Euro. Gleichzeitig wuchs der Anteil der Geräte im Bereich von 300 bis 400 Euro von 15 Prozent im Jahr 2024 auf 23 Prozent im Jahr 2025.

Auch in anderen Produktkategorien zeigen sich klare Preiscluster: Rund ein Drittel der refurbished Tablets wird für unter 100 Euro verkauft. Bei Desktop-PCs liegt etwa ein Drittel der Verkäufe im Bereich zwischen 100 und 200 Euro.

Regulatorische Impulse durch EU-Recht

Zusätzliche Impulse werden von regulatorischer Seite erwartet. Die EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur tritt im Juli 2026 vollständig in Kraft. Sie soll die Verfügbarkeit von reparierbaren Geräten und Ersatzteilen innerhalb der Europäischen Union erhöhen.

Nach Einschätzung von Context entwickelt sich das refurbished Segment zu einem festen Bestandteil des europäischen PC-Marktes.

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