Social Media Manager sind gefragt

Ein neues Berufsbild hat sich etabliert: 16 Prozent der deutschen Unternehmen beschäftigen mindestens einen Social Media Manager.

Das neue Berufsbild des Social Media Managers hat sich in der Wirtschaft etabliert: Bereits 16 Prozent aller Unternehmen in Deutschland beschäftigen einen oder mehrere Mitarbeiter, die für den Einsatz und die Nutzung sozialer Medien verantwortlich sind. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es erst 10 Prozent. Weitere 7 Prozent der befragten Unternehmen planen derzeit konkret die Schaffung einer entsprechenden Stelle. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 854 Unternehmen im Auftrag des Bitkom ergeben. Social Media Experten planen, steuern und beobachten die Kommunikation eines Unternehmens in sozialen Medien. Zu diesen zählen unter anderem Blogs, soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Xing, Plattformen zum Teilen von Inhalten wie Youtube und Flickr oder der Kurznachrichtendienst Twitter. Konkret kümmern sich Social Media Manager um die Auswahl und Einführung geeigneter Social Media Plattformen, betreuen diese redaktionell und beraten Mitarbeiter und Führungskräfte im Umgang mit den sozialen Medien. 

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich Social Media entstanden. In der Regel handelt es sich um berufsbegleitende Fortbildungen. Einige Lehrgänge werden von den Industrie- und Handelskammern zertifiziert. Allerdings haben sich noch keine allgemeingültigen Standards für die Qualifizierung und Zertifizierung von Social Media Managern durchgesetzt. Spezielle Studiengänge sind noch recht selten und werden meist von privaten Hochschulen angeboten. An staatlichen Hochschulen werden die Inhalte zur Funktionsweise und zum Einsatz von sozialen Medien in Form von Modulen oder Seminaren in das Studium integriert. Das ist insbesondere in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern und in den Kommunikationswissenschaften der Fall. 

Arbeitgeber verlangen von Social Media Managerinnen und Manager in der Regel ein abgeschlossenes Studium. Neben Kommunikationswissenschaftlern bringen auch Betriebswirte mit Marketing- oder PR-Know-how sowie Sozial- oder Sprachwissenschaftler gute Voraussetzungen mit. Auch Quereinsteiger aus dem Journalismus haben Chancen. Bewerber sollten eine hohe Affinität zu den sozialen Medien haben und dort selbst aktiv sein. Wichtig ist ein ausgeprägtes technisches Verständnis. Social Media Experten müssen keine Programmierer sein, sollten aber über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien gut informiert sein.

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