SAP nach Abstufung auf Tiefpunkt

Die Aktien von SAP sind am Dienstag nach Analystenkommentaren auf den tiefsten Stand seit 26 Monaten abgerutscht.

Die Aktien von SAP sind am Dienstag nach Analystenkommentaren auf den tiefsten Stand seit 26 Monaten abgerutscht. Zuletzt notierten die Papiere des Softwarekonzerns 4,0 Prozent im Minus bei 147,66 Euro und waren damit schwächster Wert im Dax. Für das laufende Jahr summiert sich der Kursabschlag bereits auf 29 Prozent, womit SAP auch hier das Schlusslicht im deutschen Leitindex bilden.

Analyst Toby Ogg von JPMorgan stufte die SAP-Titel von „Overweight“ auf „Neutral“ ab und reduzierte sein Kursziel von 260 auf 175 Euro. Zudem entnahm er die Aktie aus der Auswahlliste „Analyst Focus List“. Sein bisheriges Anlagevotum habe auf einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung und Margenexpansion der Walldorfer beruht, aber das Bild habe sich geändert, erklärte der Experte. Die Wachstumsrate der vertraglich zugesicherten Cloud-Erlöse (CCB) könnte zunächst weiter abnehmen. Damit werde eine gute Kursentwicklung eher schwierig.

Zudem sieht Ogg weiteren Gegenwind: So könnte der Umbau des Geschäftsmodells zu höheren Ergebnisschwankungen führen und der härtere Wettbewerb den Investitionsbedarf verstärken. Er schraubte ferner seine Ergebnisprognosen für die Jahre 2026 bis 2028 nach unten.

Mit Kepler Cheuvreux und Jefferies nahmen zwei zweitere Investmentbanken ihre SAP-Kursziele auf 190 und 230 Euro zurück. Sie bestätigten nach dem jüngsten Kursrutsch jedoch ihre Kaufempfehlungen. (dpa)

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