Nvidia als Ankerinvestor beim Börsengang von Arm im Gespräch

Beim bevorstehenden Börsengang des Chipdesigners Arm könnte einem Pressebericht zufolge der weltweit teuerste Halbleiterkonzern Nvidia eine größere Rolle spielen.

Beim bevorstehenden Börsengang des Chipdesigners Arm könnte einem Pressebericht zufolge der weltweit teuerste Halbleiterkonzern Nvidia eine größere Rolle spielen. Beide Unternehmen verhandeln darüber, Nvidia als Ankerinvestor für den geplanten Börsengang in New York an Bord zu holen, wie die „Financial Times“ („FT“) am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen berichtete. Uneins seien sich die Parteien noch über eine mögliche Bewertung. Die Unternehmen wollten sich auf Anfrage der „FT“ dazu nicht äußern.

Demnach strebt Arm einen Börsenwert von nahe 80 Milliarden US-Dollar (73 Mrd Euro) an. Nvidia wolle hingegen zu einem Preis einsteigen, der auf eine Bewertung zwischen 35 und 40 Milliarden Dollar hinauslaufe. Laut dem Bericht könnte Arm bereits im September an der New Yorker Börse gelistet werden.

Arm gehört zum japanischen Technologiekonzern Softbank und entwirft Chip-Architekturen, auf deren Basis unter anderem Apple und Samsung die Prozessoren für ihre Smartphones entwickeln. Auch der Halbleiterkonzern Qualcomm, mit dessen Chips viele Android-Telefone laufen, greift darauf zurück.

Laut den Quellen der „FT“ haben beide Unternehmen bereits Kontakt zu den US-Behörden gesucht, um möglichen Bedenken vorzubeugen. Nvidia plant demnach wahrscheinlich nur eine Minderheitenbeteiligung im unteren Hundert Millionen Dollar Bereich. Der kalifornische Chiphersteller hatte zuvor bereits versucht, Arm komplett zu übernehmen. Allerdings scheiterte das Vorhaben im vergangenen Jahr an den Bedenken der Wettbewerbshüter. (dpa)

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