Loewe stellt Betrieb ein und verliert Marke

TV-Hersteller Loewe stellt seine Produktion zum Juli ein. Die Marke wurde bereits verpfändet. Den Beschäftigten droht die Kündigung.

Der vor dem Aus stehende TV-Hersteller Loewe hat laut dem Insolvenzverwalter den Zugriff auf seine Markenbezeichnung verloren. Die Marke sei an die Beteiligungsfirma RiverRock verpfändet worden, die dem Loewe-Eigentümer Kredite gegeben hatte, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Loewe hatte bereits am Dienstag angekündigt, die Produktion zum 1. Juli einzustellen, weil dem Unternehmen das Geld ausgegangen sei. Einen Kredit über neun Millionen Euro hatte RiverRock zuvor verweigert, den hätte Loewe aber zur Fortführung des Geschäfts benötigt. Einem Großteil der rund 400 Beschäftigten droht nun die Kündigung. Der Insolvenzverwalter versucht nun, einen Käufer für das restliche Geschäft von Loewe zu finden.

Bereits im Herbst 2013 hatte Loewe, tief in die roten Zahlen gerutscht, Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Es war der Wettbewerb mit den Giganten aus Fernost, der Loewe mit seiner Strategie, Kunden zum Kauf teurerer Geräte zu bewegen, in die Krise trieb. Loewe ist zu klein, um mit den großen südkoreanischen und chinesischen Konzernen im Massenmarkt mitzuhalten – und dort ist es schwer, im harten Preiskampf Geld zu verdienen. 

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