ITK-Branche: Unternehmen sehen ohne Frauen Zukunft in Gefahr

Die Digitalisierung hat mit der Corona-Pandemie deutlich Fahrt aufgenommen, zugleich fehlen in der deutschen Wirtschaft 137.000 IT-Fachleute.

Die Digitalisierung hat mit der Corona-Pandemie deutlich Fahrt aufgenommen, zugleich fehlen in der deutschen Wirtschaft 137.000 IT-Fachleute. 6 von 10 IT- und Telekommunikations-Unternehmen in Deutschland (59 Prozent) sind überzeugt, dass dieses Fachkräfteproblem ohne Frauen nicht zu lösen sein wird. Drei Viertel (74 Prozent) befürchten, ohne Frauen verspiele die Branche ihre Zukunft. Das sind Ergebnisse einer Studie des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 500 ITK-Unternehmen repräsentativ befragt wurden. «Es ist völlig klar: Wir brauchen viel mehr Frauen in den IT-Berufen», sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

In vielen Unternehmen selbst muss sich offensichtlich etwas tun, um die Branche für weibliche Fachkräfte attraktiver zu machen. So sagen 69 Prozent der Befragten, die ITK-Branche unterschätze das Potenzial von Frauen, und 59 Prozent glauben, dass die Branche Frauen abschreckt. Außerdem meinen 38 Prozent der Befragten, dass Männer für ITK-Berufe einfach besser geeignet seien. Diese Annahme ist vor allem in kleineren Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten (39 Prozent) und 50 bis 199 Beschäftigten (41 Prozent) verbreitet. In größeren Unternehmen ab 200 Beschäftigten stimmen 23 Prozent dieser Aussage zu. Berg: «Wer in verantwortlicher Position meint, Frauen seien für die Digitalbranche weniger geeignet als Männer, verbaut seinem Unternehmen Entwicklungschancen.»

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