Handyglas-Hersteller will auf Exklusiv-Klauseln verzichten

Handy-Displays werden meist aus besonders bruchfestem Glas gemacht. Das kommt oft vom US-Hersteller Corning. Brüssel wirft ihm Marktverzerrung vor.

Der Spezialglas-Hersteller Corning hat nach EU-Vorwürfen zu möglicher Wettbewerbsverzerrung Zugeständnisse angeboten. So will das US-Unternehmen laut EU-Kommission alle Exklusiv-Klauseln in bestehenden Vereinbarungen etwa mit Handyherstellern streichen und auch künftig keine solchen Klauseln verwenden. Die Brüsseler Behörde hatte Anfang November Bedenken öffentlich gemacht, wonach Corning den Wettbewerb durch solche Klauseln verfälscht haben könnte.

Es stand die Befürchtung im Raum, dass konkurrierende Glashersteller so von großen Marktsegmenten ausgeschlossen worden sein könnten, mit möglichen negativen Folgen – etwa höhere Preise – für Verbraucherinnen und Verbraucher. Nun sollen Wettbewerber und andere Marktteilnehmer der Kommission mitteilen, was sie von dem Angebot von Corning halten.

In dem Fall geht es um Glas, das hauptsächlich zum Schutz der Bildschirme von etwa Smartphones, Smartwatches oder Tablets verwendet wird. Der US-Hersteller Corning ist weltweit tätig und produziert das besonders bruchfeste Glas, das unter anderem unter der Marke Gorilla-Glas vertrieben wird. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

EU-Bericht: Deutschland fehlt Tempo bei digitalem Wandel

Wettbewerbsfähig, souverän und wertebasiert: Die EU hat sich bei der Digitalisierung bis 2030 hohe Ziele gesteckt. Wie steht es um den digitalen Fortschritt in Deutschland?

Aktien: SpaceX nun weniger wert als TSMC

Die jüngst rasant an der Börse gestarteten Aktien von SpaceX haben den dritten Tag in Folge unter Gewinnmitnahmen gelitten.

Aktien: SpaceX sinken erstmals nach fulminantem Börsen-Debüt

Der Höhenflug von SpaceX nach dem Rekord-Börsengang am Freitag ist erst einmal gestoppt.
ANZEIGE
ANZEIGE