Dell: Mehr IT-Firmen werden von der Börse gehen

Michael Dell prognostiziert, dass künftig mehr IT-Firmen von der Börse gehen und sich für die Privatisierung entscheiden werden. Zehn Unternehmen hätten ihn bereits kontaktiert.

Dell-Gründer Michael Dell prognostiziert, dass künftig mehr Technologie-Firmen dem Beispiel von Dell folgen und sich für eine Privatisierung entscheiden werden. Mehr als zehn CEOs hätten ihn diesbezüglich bereits kontaktiert und um seine Meinung gebeten, betont der Konzernchef in einem Interview mit Bloomberg TV. „Einige Unternehmen hatten mich nach meiner Erfahrung in diesem Prozess gefragt. Sie erwägen wie Dell einen Rückzug von der Börse“, so Dell weiter. Einige der Firmen seien sogar größer als Dell, die Mehrheit sei aber kleiner. „Ich denke, dass wir in den kommenden Monaten weitere Privatisierungen sehen werden. Das belegen die Diskussionen mit meinen Kollegen eindeutig.“

Den Schritt seiner Firma bereut der Top-Manager indes nicht: „Als Dell noch an der Börse gelistet war, haben wir viel Zeit investiert, um uns auf Treffen mit Investoren vorzubereiten oder die Nachfragen von Aktionären zu bearbeiten. Wenn ich die entsprechenden TV-Berichte verfolge, sehe ich andauernde Diskussionen über eine Erhöhung der Dividende, über Aktienrückkäufe, über Spin-offs und Aufspaltungen und über mögliche Merger. Das ist ziemlich ablenkend, wenn man ein Geschäft weiter aufbauen will.“ Er selbst verfüge jetzt über mehr freie Zeit, in der er sich um die langfristige Strategie kümmern könnte. 

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