BHS Binkert: „Investor gesucht“

Für den insolventen Distributor BHS Binkert suche man auch Gespräche mit Investoren. Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich Mitte Januar eröffnet.

Der Grossist aus Lauenburg musste am 12. November beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag abgeben. Der Geschäftsbetrieb wurde bereits einen  Tag später wieder aufgenommen. Das Amtsgericht Waldshut-Tiengen bestellte Rechtsanwalt Philipp Grub von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger zum vorläufigen Insolvenzverwalter. „Wir haben uns jetzt einen ersten Überblick über die Lage verschafft“, betont Boris Sakowski vom Büro des Insolvenzverwalters gegenüber ChannelObserver. Derzeit versuche man eine Lösung zu finden, wie das Unternehmen saniert werden könnte. „Wir suchen auch nach einem Investor“, so Sakowski weiter. Der Geschäftsbetrieb laufe weiter, die Mitarbeiter von BHS Binkert seien noch dabei. Alle Bestellungen würden abgewickelt, „soweit die Ware verfügbar ist“. Sakowski rechnet damit, dass das Insolvenzverfahren Mitte Januar eröffnet wird.

Für das Jahr 2011 meldete BHS Binkert noch einen Rekordumsatz von 116 Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt setzte der Grossist einen Fokus auf den Bereich Eigenmarken. „Nach unseren Planungen soll dieser Bereich in den nächsten zwei Jahren einen sehr großen Anteil unseres Geschäfts ausmachen“, so Geschäftsführer Michael Binkert damals. Zuletzt war der Grossist mit einer größeren Standfläche im Fachhandelszentrum Planet Reseller auf der CeBIT präsent. 1994 startete BHS Binkert mit dem Vertrieb von Scannern und entwickelte sich schnell zum größten Distributor des Herstellers Microtek in Deutschland. In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Firma auf den Bereich der Digitalfotografie. BHS Binkert beschäftigte im vergangenen Jahr rund 65 Mitarbeiter.

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