Nemetschek stark unter Druck nach UBS-Verkaufsempfehlung

Eine Verkaufsempfehlung der Großbank UBS hat am Montag die Aktien von Nemetschek besonders stark unter Druck gesetzt.

Eine Verkaufsempfehlung der Großbank UBS hat am Montag die Aktien von Nemetschek besonders stark unter Druck gesetzt. In einem schwachen, geopolitisch geprägten Marktumfeld war der Kurs des Softwareanbieters um bis zu zehn Prozent auf ein Dreijahrestief abgesackt. Erst bei 55 Euro konnten sich die Nemetschek-Papiere auf dem niedrigsten Niveau seit März 2023 fangen. Zuletzt war der Abschlag dann aber immer noch mehr als sieben Prozent groß, womit sie der größte Verlierer im MDax der mittelgroßen Werte waren.

Die Titel von Nemetschek bleiben unter ihrer 21-Tage-Durchschnittslinie, die ihnen seit dem Rekordhoch vom August immer wieder Widerstand leistet. Diese beschreibt den kurzfristigen Trend.

Die UBS hatte die Aktien von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft und das Kursziel mit 56 Euro in den Bereich der Kursspanne an diesem Montag gekappt. Analyst Michael Briest betonte dabei die Risiken langjähriger Verträge des Bausoftware-Spezialisten. Sie seien im ersten Jahr hilfreich, sorgten ab dem zweiten Jahr aber für Gegenwind und gefährdeten den bisher starken Cashflow von Nemetschek.

Mit der Zeit sollten sich die Vertragsstrukturen „von einem Wachstumsmotor in ein Wachstumshemmnis verwandeln“, betonte der Experte. Der Markt dürfte diese Risiken mit den zuletzt schon belastenden Verdrängungssorgen rund um Künstliche Intelligenz vermischen. Der Experte befürchtet vor diesem Hintergrund eine weitere Abwertung der Aktien, die seit ihrem August-Rekordhoch schon fast 60 Prozent an Wert eingebüßt haben. (dpa)

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