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Mittwoch, Februar 18, 2026

PC-Markt: Die zweite Reihe wackelt

Nach dem Rückzug von Samsung aus dem europäischen Notebook-Markt prognostizieren Analysten, dass weitere Hersteller aufgeben werden. Kleinere Anbieter würden zunehmend Probleme bekommen.

Samsung bestätigte gestern noch einmal offiziell, was ChannelObserver und weitere Medien bereitsin der Vorwoche gemeldet hatten: Der Hersteller werde sich europaweit aus dem Notebook-Geschäft zurückziehen. Die Entscheidung betreffe neben mobilen Computern mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows auch die Chromebooks mit Googles Chrome-Software, so der Anbieter weiter. Wenige Tage zuvor meldete Toshiba, dass man das Geschäft mit Consumer-Notebooks in einigen Märkten aufgeben will. Der Konzern strukturiert seine PC-Sparte und will sich künftig auf das B2B-Geschäft konzentrieren. Zum Jahresanfang hatte Sony bereits seine Hausmarke „Vaio“ an Finanzinvestoren verkauft. Wenn man berücksichtigt, dass Samsung vor allem im B2C-Geschäft unterwegs war, zeigt sich eine generelle Marktschwäche der kleineren Anbieter mit Fokus auf das Consumer-Geschäft.

„Der PC-Markt befindet sich derzeit in einer Phase der Konsolidierung. Es sind gewisse Skaleneffekte nötig, um dieses Geschäft profitabel betreiben zu können. Es zahlt sich nicht aus, wenn ein Anbieter nur in wenigen Märkten vertreten ist“, zitiert der US-Dienst crn.com den Analysten Roger Kay von Endpoint Technologies Associates. Führende Hersteller wie beispielsweise Lenovo, HP und Dell würden über einen ausreichen großen Marktanteil verfügen, um das PC-Geschäft profitabel betreiben zu können. Außerdem seien sie im B2B-Markt gut positioniert. „Diese Hersteller verkaufen außerdem an Unternehmen Dienstleistungen, Storage und Server. Das zahlt sich aus“, so Kay weiter. Es würde nicht mehr lange dauern, prognostiziert der Analyst, dann würden Toshiba und Samsung wie Sony die Flinte ins Korn werfen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Unternehmen gleichzeitig ihre geografische Präsenz verringern und die Skaleneffekte reduzieren können und trotzdem hoffen, dass das PC-Geschäft wieder profitabler wird“, so das Fazit von Kay.

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