SOS Software setzt auf Expansion und Zukäufe

Nach dem Eigentümerwechsel hat der Software-Distributor SOS Software ehrgeizige Pläne. Ein wichtiger Schritt ist der Ausbau der neuen Business Unit IT-Security & Infrastruktur.

Nach dem Eigentümerwechsel hat der Software-Distributor SOS Software ehrgeizige Pläne. Ein wichtiger Schritt ist der Ausbau der neuen Business Unit IT-Security & Infrastruktur. «Der Bereich Security und Infrastructure ist ein Schwerpunkt für uns. Hier wollen wir mehr Kompetenz aufbauen», berichtet SOS-Chef Alexander Wacker im Gespräch mit ChannelObserver.

Die SOS-Gründer Joaquim Moreira dos Santos und Marc Gloning hatten sich planmäßig aus dem Geschäft zurückgezogen und ihre Anteile an Philipp Niemann und Alexander Wacker übertragen. Die Verantwortung für den Aufbau und die Leitung des neuen Geschäftsbereichs übernimmt Miro Milos. Der Fokus liegt dabei auf IT-Security- und Infrastrukturlösungen, ergänzt um ein deutlich erweitertes Service- und Dienstleistungsangebot. Dazu zählen After-Sales-Services wie Installations- und Konfigurationssupport, technischer Support sowie Wartungs- und Maintenance-Leistungen. «In diesem Bereich können wir zudem in absehbarer Zeit Zukäufe tätigen», kündigt Philipp Niemann an.

Die beiden neuen SOS-Eigentümer legen ein Hauptaugenmerk darauf, das Geschäft zu skalieren. Bereits jetzt sieht sich der Anbieter im Software-Bereich als «Haus- und Hoflieferant» von großen IT-Dienstleistern wie beispielsweise Bechtle. 70 Mitarbeiter sind am Standort in Augsburg beschäftigt, zudem gibt es ein Vertriebsbüro in der Nähe von Stuttgart. Rund 3.500 aktiven Kunden wird ein großes Software-Portfolio angeboten. Laut den SOS-Chefs Niemann und Wacker sei man gerade für kleinere Hersteller möglicherweise ein besserer Partner als ein Broadliner, bei dem diese Anbietet nur «unter ferner liefen» geleistet seien.

«Unser Anspruch ist es, im DACH-Markt einen ausgewogenen Mix aus etablierten Herstellern und innovativen Softwarelösungen anzubieten – und diesen aktiv zu entwickeln», so Wacker weiter. Zu dieser aktiven Weiterentwicklung zählt auch das Top-Thema der IT, der Bereich rund um Künstliche Intelligenz. Hier sind sich die beiden SOS-Chefs allerdings noch nicht ganz sicher, wie das Thema künftig angegangen werden soll. Wahrscheinlich soll erst einmal ein Consulting-Ansatz gewählt werden. «Hersteller und Fachhändler erwarten heute deutlich mehr als klassische Distribution», betont Philipp Niemann.

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